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Ärzteschaft

KBV-Vorstände bleiben im Amt – keine Mehrheit für Abwahl

Freitag, 13. Dezember 2013

Bleiben KBV-Vorstände: Regina Feldmann und Andreas Köhler

Berlin – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat dafür gesorgt, dass beide Vorstände im Amt bleiben können. Für eine Abwahl von Regina Feldmann stimmten 37 der 60 VV-Mitglieder, für eine Abwahl von Andreas Köhler 25. In beiden Fällen wäre eine Zweidrittelmehrheit, also 40 Stimmen, für eine Abwahl notwendig gewesen. Die Entscheidungen fielen in einer geschlossenen Sitzung, an der Köhler krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Was zu klären bleibt

„Ich bin Hausärztin. Ich werde Ihnen fehlen.“ An diesem Plakat am S-Bahnhof Tiergarten kamen die Delegierten vorbei, die am Freitag mit der Bahn zur Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) anreisten.

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Er hatte jedoch vorher schriftlich angeboten, sein Amt als KBV-Vorstandsvorsitzender niederzulegen, sofern auch Feldmann zu einem Rücktritt bereit sei. Für den Fall, dass nur sie abgewählt werde, hatte Köhler angeboten, sein Amt zum Sommer niederzulegen. Das heutige Wahlergebnis, von dem er telefonisch unterrichtet wurde, hat er offiziell noch nicht kommentiert.

Feldmann erklärte gegenüber der Presse auf Nachfrage, sie sei mit dem Ergebnis der Abstimmung in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung „sehr zufrieden“. Es zeige aber auch, „dass wir eine Lagerbildung haben; diese gilt es zu überwinden“. Feldmann betonte erneut, es gehe den Hausärztinnen und Hausärzten nicht um eine Spaltung der KBV und der KVen, sondern um eine ausgewogenere Berücksichtigung ihrer Interessen.

Nach den Worten des Vorsitzenden der VV, Hans-Jochen Weidhaas, muss es weiterhin dabei bleiben, „dass sich die KBV gegenüber Politik und Krankenkassen einheitlich positioniert“. Diesen Prozess werde man „auch in Zukunft aufmerksam begleiten“, betonte er.

Sein Stellvertreter Stefan Windau kommentierte das Wahlergebnis mit den Worten, er betrachte es auch als einen „Denkzettel“. Es sei zu werten wie ein Aufruf: „Rauft Euch zusammen, macht Eure Arbeit!“ Dass die Organisation weiterarbeiten kann wie bisher, hält er bei allen Bemühungen aber für schwierig: „Wir sind in einer Situation, die man als Schwächung betrachten kann“, sagte Windau.

Der zweite stellvertretende VV-Vorsitzende, Andreas Gassen, sagte, es bleibe abzu­warten, ob es gelinge, „die Reset-Taste zu drücken“, ob man also nach dem Abwahl­verfahren einfach zur Arbeit zurückkehren könne. Die nächste reguläre Vertreter­versammlung ist für 28. Februar 2014 angesetzt. © Rie/aerzteblatt.de

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