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Universitätsmedizin Mainz stellt Frauenförderplan vor

Montag, 16. Dezember 2013

dpa

Mainz – Die Universitätsmedizin Mainz hat einen Frauenförderplan für nicht-wissen­schaftliche und wissenschaftliche Beschäftigte vorgelegt. „Was wir mittel- und langfristig anstreben, ist eine geschlechterparitätische Besetzung von Führungs- und Leitungs­positionen sowohl im wissenschaftlichen als auch nicht-wissenschaftlichen Bereich“, sagt der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende, Norbert Pfeiffer.

Im wissenschaftlichen Bereich liegt der Frauenanteil bei 46,7 Prozent. Mit 18,1 Prozent bei den W2/C3-Professuren und 8,9 Prozent bei den W3/C4-Professuren sind Frauen derzeit unterrepräsentiert. Anspruch ist es daher, den Frauenanteil bei Professuren und Führungspositionen merklich zu erhöhen.

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„Unser Ziel ist es, bis Ende 2015 bei jeder vierten Berufung und bis Ende 2017 bei jeder dritten Berufung eine Frau auf Listenplatz eins zu haben. Langfristig streben wir einen Frauenanteil von 50 Prozent bei den Professuren an“, sagte der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin, Ulrich Förstermann.

Ein ähnliches Bild zeige sich auch in der Ärzteschaft: Mit 25,7 Prozent Oberärztinnen sind die Frauen in dieser Gruppe deutlich unterrepräsentiert. In der Konsequenz soll bei Einstellungsverfahren und Beförderungen der Frauenanteil deutlich erhöht werden.

Die Universitätsmedizin strebt einen Frauenanteil von 50 Prozent bei den Habilitationen an. „Viel versprechend waren bereits die Zahlen aus 2012, denn da lag der Frauenanteil bei den Habilitationen in der Humanmedizin bei 40 Prozent“, so Förstermann. Personen- und organisationsbezogene Maßnahmen sollen dabei helfen, ein ausgewogenes Verhältnis bei weiblichen und männlichen Habilitanden zu erreichen.

Zu den personenbezogenen Maßnahmen zählen unter anderem die Fortführung des Edith-Heischkel-Mentoring-Programms zur Förderung von Nachwuchs­wissen­schaftlerinnen, eine eigene Seminar- und Fortbildungsreihe für Frauen und ein Serviceangebot zur strategischen Karriereberatung.

Organisationsbezogene Maß­nahmen sind beispielsweise die aktive Rekrutierung von geeigneten Kandidatinnen, die geschlechterparitätische Besetzung sämtlicher Gremien im Bereich Forschung und Lehre sowie die gezielte Nutzung von Geldern für Gleichstellungsmaßnahmen aus Drittmittelanträgen.

© hil/aerzteblatt.de

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