Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Amtswechsel in Dur: Hermann Gröhe löst Daniel Bahr ab

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Abschied in Dur /axentis

Berlin – Zum Schluss gibt es noch eine Überraschung: Auf der kleinen Bühne im Atrium des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG) baut sich flink der Chor des Hauses auf und gibt Daniel Bahr (FDP) ein eigens für ihn komponiertes Abschiedsständchen. „Infektions­schutz­gesetz“ hört man die Mitarbeiter trällern, die „GKV“ kommt auch mehrfach vor, und wer an den vielen Gesetzen und Verordnungen beteiligt war und sie zu Ende geführt hat, wird auch besungen: „Es war die FDP und auch das BMG!“

Bahr freut sich, sein Amtsnachfolger Hermann Gröhe (CDU) ist beeindruckt. Dass der Chor einen getragenen Choral angestimmt hat und keinen fröhlichen Schlager, passt zur Stimmung an diesem Nachmittag. „Ich werde Sie vermissen“, gibt der scheidende Minister gegenüber den zahlreich versammelten Mitarbeitern zu. „Ich habe die Arbeit hier sehr gern gemacht.“

Ausdrücklich erwähnt er die große Loyalität und das vorhandene Fachwissen. Von A wie Approbationsordnung bis Z wie Gebührenordnung für Zahnärzte habe man vieles auf den Weg gebracht. Rund 20 Gesetzgebungsverfahren in der vergangenen Legislaturperiode belegen nach seinen Worten die Gestaltungskraft und den Fleiß des Hauses: „Das kann sich sehen lassen.“ Am Ende ein „Machen Sie es gut“, langer Beifall, dann ist der Neue an der Reihe.

Hermann Gröhe lobt das Musikstück und seinen Vorgänger: „Das war eine wunderbare Bilanz einer starken Arbeit.“  Und, ergänzt er, wie schön, dass in Dur gesungen wurde. Auch er wolle dazu beitragen, dass die Menschen im Land weiterhin „gut versorgt und gepflegt werden“, betont Gröhe, und zwar ganz egal, ob sie in der Stadt oder auf dem Land lebten, ob sie einen kleinen oder großen Geldbeutel hätten. Dass er weiß, wovon er da spricht, stellt er mit einem Hinweis auf sein Engagement beim Diakonischen Werk klar.

Hermann Gröhe axentis

Ähnlich wie zuvor Bahr verweist auch Gröhe darauf, dass das BMG zwar ein kleines Ministerium ist, aber eines mit großer Bedeutung: „Die Aufgaben dieses Hauses berühren jeden Menschen, sein ganzes Leben lang.“ An die zuvor gelobten Mitarbeiter appelliert er, auch ihn und die neuen Staatssekretäre zu unterstützen: „Ich bitte Sie herzlich darum, mich an diesem Fachwissen teilhaben zu lassen.“

Seinem Amtsvorgänger dankt er für die gute Einarbeitung in den letzten Tagen. Schwarz-gelb, erklärt Gröhe freundlich, bleibe eine besondere Farbkomposition. Aber eines macht er auch klar: Die Tigerente, das schwarz-gelbe Stofftier, das bislang oben im Ministerbüro stand – ist jetzt eben ausgezogen. © Rie/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

SOCO10
am Freitag, 20. Dezember 2013, 12:47

Neuer Wein aus alten Schläuchen

MInister Gröhe möchte am Fachwissen partizipieren? Damit geht der alte Trott weiter. Die Fachabteilungen sind noch aus Zeiten Ulla Schmidt bestückt und beweisen immer wieder, dass sie selbst veraltetes Wissen mit Zähnen verteidigen,um nicht zugeben zu müssen, dass sie sich geirrt haben. Ich hoffe, MInister Gröhe schaut auch mal über den inzwischen bemoosten Tellerrand und glaubt nicht alles, was ihm die Fachabteilungen und das RKI auftischen werden.

Nachrichten zum Thema

15.11.16
Ministerium verschärft Aufsicht von KBV, G-BA und GKV-Spitzenverband
Berlin – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) verschärft die Aufsicht über die Selbstverwaltungsorgane von Ärzten, Zahnärzten, Krankenkassen, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDS) und den......
13.10.16
Selbstverwaltungs­stärkungsgesetz: KBV kritisiert drastische Eingriffe
Berlin – Das von der Bundesregierung geplante Selbst­verwaltungs­stärkungs­gesetz greift in drastischem Maße in die Strukturen der Selbstverwaltung ein. Zu dieser Erkenntnis kommt die Kassenärztliche......
01.07.16
Debatte um Selbstverwaltungs­gesetz geht weiter
Berlin – Die Debatte um das so genannte Selbst­verwaltungs­stärkungs­gesetz geht in die nächste Runde. Hintergrund sind neue, im Vergleich zur ersten Version leicht abgewandelte Eckpunkte für das......
09.06.16
Selbstverwaltungs­gesetz: Gassen für Transparenz und gegen Fachaufsicht
Berlin – Ein jüngst bekannt gewordenes Eckpunktepapier für ein sogenanntes Selbst­verwaltungs­stärkungs­gesetz ruft die betroffenen Akteure auf den Plan. Sie stemmen sich gegen die Pläne des......
08.06.16
GKV-Spitzenverband wehrt sich gegen Selbstverwaltungs­gesetz
Berlin – Der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) wehrt sich gegen Pläne von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU), die Aufsicht über die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen – vor allem die......
20.05.16
Gesundheits­ministerium will stärkere Aufsicht über KBV und GKV-Spitzenverband
Berlin – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) will die Aufsicht über alle Selbstverwaltungsorganisationen auf Bundesebene deutlich verschärfen. In einem Eckpunktepapier, das dem Deutschen Ärzteblatt......
18.05.16
Gassen: Staatskommissar wird nicht erforderlich sein
Berlin – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) hatte der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in einem Brief damit gedroht, die Geschäfte der Körperschaft selbst zu übernehmen oder diese an einen......
VG Wort

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige