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Politik

Krankenhäuser rechnen mit weiteren Fusionen

Mittwoch, 18. Dezember 2013

dpa

Hamburg – Fusionen sind für die Kliniken in Deutschland ein großes Thema. Über 54 Prozent der Geschäftsführer und Träger kommunaler und konfessioneller Häuser erwarteten eine Fusion ihres Krankenhauses in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Das berichtet die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf der Basis einer von ihr in Auftrag gegebenen Befragung von Krankenhausvertretern durch das Marktforschungs­institut TNS Emnid.

Laut der „Krankenhausstudie 2013 - Neue Wege der Partnersuche“ wird eine der bisher wichtigsten Voraussetzungen einer Fusion, die gleiche Trägerschaft, künftig an Bedeutung verlieren. Dafür rücken Kriterien wie räumliche Nähe und abgestimmte Medizinkonzepte in den Fokus. Außerdem spielen die Unternehmenskultur und die Standorterhaltung wichtige Rollen im Fusionsprozess. Aber aktuell scheinen die Hürden aus kulturellen und politischen Rahmenbedingungen den wirtschaftlichen Nutzen eines Zusammenschlusses in vielen Fällen noch nicht aufzuwiegen.

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Laut der Befragung ziehen 79 Prozent der Befragten prinzipiell eine Fusion mit einem Haus anderer Trägerschaft in Erwägung. Allerdings glauben laut der Befragung rund zwei Drittel der Befragten nicht daran, dass trägerübergreifende Fusionen tatsächlich zustande kommen. In unterschiedlichen Unternehmenszielen und -philosophien sieht die absolute Mehrheit der Befragten das Haupthindernis und die größte Herausforderung für eine trägerübergreifende Fusion.

„Bedarf und Potenzial an trägerübergreifenden Fusionsvorhaben ist vorhanden, aber die schwer greifbaren Vorbehalte und Bedenken überwiegen derzeit noch den wirtschaftlich-qualitativen Nutzen“, so Alexander Morton, Manager der BDO. „Damit Fusionsvorhaben – auch trägerübergreifend – gelingen können, müssen Unternehmensziele und -kulturen und vertrauensbildende Maßnahmen zwingend in den Prozess eingebunden werden“ ergänzt Carsten Schäfer, Senior Manager im Branchencenter Gesundheit und Soziales der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. © hil/aerzteblatt.de

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