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Medizin

WHO sieht Vorhofflimmern als globales Problem

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Los Angeles – Weltweit 33,5 Millionen Menschen, immerhin ein halbes Prozent der Weltbevölkerung, leiden unter Vorhofflimmern, dessen Prävalenz einer Studie in Circulation (2013; doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.113.005119) zufolge in den letzten Jahrzehnten angestiegen ist.

Vorhofflimmern ist nicht nur eine Folge von hohem Alter und Herzerkrankungen. Epidemiologen bringen die Erkrankung heute mit Zivilisationskrankheiten wie Adipositas und Hypertonie und sogar mit der Luftverschmutzung in Verbindung. Die Weltgesund­heitsorganisation befürchtet, dass es insbesondere in ressourcen-ärmeren Ländern in den nächsten Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg der Erkrankungszahlen kommt. Sumeet Chugh vom Cedars Sinai Heart Institute in Los Angeles und Mitarbeiter haben für das Global Burden of Disease-Projekt die Daten von 184 Studien ausgewertet, um die Entwicklung der Erkrankungszahlen seit 1990 abzubilden.

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Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass die Prävalenz in den letzten beiden Jahrzehnten bei Männern von 570 auf 596 pro 100.000 Personen zugenommen hat. Bei Frauen gab es einen Anstieg von 360 auf 373 pro 100.000 Personen. Die Zahl der Neuerkrankungen erhöhte sich bei Männern von 61 auf 78 pro 100.000 und bei Frauen von 43 auf 60 pro 100.000 Personen.

Zugenommen hat – um etwa 19 Prozent in den beiden Jahrzehnten seit 1990 – auch die Krankheitslast (gemessen in disability adjusted life-year, DALY). Die Mortalität hat sich in beiden Geschlechtern sogar verdoppelt. In ärmeren Ländern sterben laut Chugh heute mehr Frauen als Männer an den Folgen des Vorhofflimmerns, zu denen vor allem ein erhöhtes Schlaganfallrisiko zählt, ausgelöst durch Thromben, die sich im linken Vorhof des Herzens bilden und dann als Embolus eine Arterie im Gehirn blockieren. © rme/aerzteblatt.de

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