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Bayer erhöht Angebot für Krebsspezialisten Algeta

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Oslo – Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat sein Angebot für den auf Medika­mente zur Krebsbehandlung spezialisierten norwegischen Konzern Algeta leicht aufge­stockt und damit die Zustimmung des Verwaltungsrates gewonnen. Bayer biete nun 1,9 Milliarden Euro für Algeta, wie das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen mitteilte. Das sind 100 Millionen Euro mehr als im November. Die Algeta-Verwaltung unterstütze das Angebot einstimmig, hieß es.

Algeta entwickelte das Krebsmedikament Xofigo, mit dem der Konzern hohe Umsätze erzielt. "Wir sind absolut überzeugt vom Potenzial dieses Medikaments", erklärte Bayer-Chef Marijn Dekkers. Xofigo gibt radioaktive Strahlung ab, die Krebszellen zerstören soll. Es wird vor allem gegen Prostatakrebs eingesetzt. Bayer vertreibt das Medikament bereits.

Ende November hatte Bayer den Algeta-Aktionären 336 Kronen (40,74 Euro) pro Aktie geboten, 27 Prozent über dem Schlusskurs des Vortages. Nun legte Bayer knapp acht Prozent drauf und bietet 362 Kronen, wie das Unternehmen mitteilte.

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Bedingung für die Übernahme sei, dass Bayer mindestens 90 Prozent der Aktien angeboten werden, erklärte das Unternehmen. Zudem müssten die Kartellbehörden zustimmen. In diesem Falle solle die Übernahme im ersten Quartal 2014 abgeschlossen sein.

Xofigo hatte im März die Zulassung der US-Behörden bekommen. Im dritten Quartal erreichte der Umsatz dort schon umgerechnet rund zwölf Millionen Euro und damit doppelt soviel wie von Analysten erwartet. Die Europäische Kommission hatte der Zulassung Mitte November zugestimmt - damit kann Xofigo in den 28 Mitgliedsländern der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein verkauft werden. Analysten der DZ Bank rechnen mit einem jährlichen weltweiten Umsatz von 300 Millionen Euro, der ab 2016 auf bis zu 800 Millionen Euro steigen könnte. © dpa/aerzteblatt.de

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