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Ärzteschaft

Mehr Geld für Ärzte der BG-Kliniken und der Charité

Freitag, 20. Dezember 2013

Berlin – Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und der Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung (KUV) haben sich in der dritten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss für die rund 1.000 Ärzte in berufsgenossenschaftlichen Kliniken geeinigt. Danach steigen die Gehälter rückwirkend zum 1. Oktober linear um 2,4 Prozent, in einem weiteren Schritt erfolgt ab 1. Juli 2014 eine lineare Erhöhung um 2,8 Prozent.

„Wir haben in schwierigen Verhandlungen ein ordentliches Ergebnis erzielt, das der weit überdurchschnittlichen Beanspruchung der Ärzte in den berufsgenossenschaftlichen Kliniken und dem dortigen hohen medizinischen Leistungsniveau Rechnung trägt“, erklärte Rolf Lübke, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.

So wird der zum 31. Dezember gekündigte bisherige Nachtzuschlag für Vollarbeit und Bereitschaftsdienst von 15 Prozent auf 20 Prozent erhöht. Darüber hinaus vereinbarten die Tarifpartner zum Abschluss der Laufzeit eine nochmalige Erhöhung des Nachtzu­schlages um weitere 5 Prozentpunkte. Die Tarifeinigung hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2015. Sie steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifgremien; es wurde eine Erklärungsfrist bis zum 20. Januar 2014 vereinbart.

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Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat der Charité – Universitätsmedizin Berlin dem vor kurzem ausgehandelten Tarifabschluss zwischen Charité und der Ärztegewerkschaft zugestimmt. Die Vereinbarung gilt rückwirkend vom 1. Oktober und hat eine Laufzeit von 18 Monaten.

Der Tarifabschluss sieht eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,8 Prozent ab dem 1. Januar 2014 vor. Außerdem regelt die Vereinbarung neu, dass fachärztliche Vortätigkeiten künftig bei der Gehaltseinstufung berücksichtigt werden. „Auch wenn der Tarifabschluss unser Ergebnis belasten wird, ist er für uns gerade noch tragbar“, verwies der Direktor des Klinikums Matthias Scheller. © hil/aerzteblatt.de

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