NewsÄrzteschaftEBM: Nachbesserungen im Bewertungsausschuss beschlossen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

EBM: Nachbesserungen im Bewertungsausschuss beschlossen

Montag, 23. Dezember 2013

Berlin – Der Bewertungsausschuss hat am Jahresende – wie geplant – noch Korrekturen am Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) beschlossen. Einzelheiten zu Nach­besserungen am Hausarztkapitel hatte Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), bereits am 6. Dezember während der KBV-Vertreter­versammlung erläutert. Die beschlossenen Verbesserungen gelten rückwirkend ab 1. Oktober 2013.

So erhalten Hausärzte, die einen Kollegen im Urlaub oder im Krankheitsfall vertreten, sieben Euro mehr je Fall als ursprünglich vorgesehen. Abrechnungstechnisch wird die so genannte Vorhaltepauschale (EBM-Nummer 03040) nun zur Hälfte von der Kassen­ärztlichen Vereinigung bei der Honorierung zugesetzt, wenn die Vertreterpauschale (EBM-Nummer 03010) abgerechnet wird. Der neue EBM sah bislang vor, dass Ärzte im Vertretungsfall lediglich die halbe Versichertenpauschale für einen Patienten erhalten. Je nach Alter wären dies nur zwischen 6,10 Euro und 11,80 Euro gewesen.

Anzeige

Eine weitere Änderung betrifft die ursprünglich vorgesehenen Mindestkontaktzeiten. Nach Angaben der KBV werden bei der Abrechnung des hausärztlichen Gesprächs wegen einer lebensverändernden Erkrankung (EBM-Nummer 03230) neben der Versichertenpauschale (EBM-Nummer 03000) nicht länger 20 Minuten Mindestkontaktzeit insgesamt verlangt. Für die Ziffer 03230 werden bei der Plausibilitätsprüfung zehn Minuten angesetzt, nicht aber grundsätzlich für die Ziffer 03000. Feldmann hatte bei der KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung darauf verwiesen, dass nicht jede Interaktion zwischen Arzt und Patient zehn Minuten dauere, und als Beispiel einen einfachen Verbandswechsel genannt.

Die dritte beschlossene Änderung betrifft den geriatrischen Betreuungskomplex (EBM-Nummer 03362). Für dessen Abrechnung war bisher Voraussetzung, dass ein hausärztlich-geriatrisches Basisassessment (EBM-Nummer 03360) nicht länger als vier Quartale zurückliegt. In Zukunft kann der Betreuungskomplex auch abgerechnet werden, wenn das Basisassessment von einem anderen Arzt vorgenommen wurde, zum Beispiel in der Praxis eines Neurologen oder in einer Rehabilitationseinrichtung. © Rie/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #597646
Ahndorf
am Mittwoch, 25. Dezember 2013, 10:28

Nachbesserunge am Rückwirkende Änderung des EBM

Jetzt, einen Tag vor Weihnachten und zwei Wochen vor Abgabefrist der Abrechnung wird beschlossen, dass man am Anfang des Quartals für viele der 15-20 minütigen Gespräche einen 9 Euro Zuschlag abrechnen darf? Die man damals natürlich nicht als zu berechnende Leistung eintrug, weil es zu dem Zeitpunkt nicht gestattet war? Stellt die KBV es sich so vor, dass man grundsätzlich erst zwischen dem 27.12. und dem 31.12 sämtliche abzurechnenden Ziffern ab 1.10. dokumentiert? Und die Kollegen, die jetzt in 1 Woche in Urlaub sind, oder nicht ihre gesamte Kartei nochmal nach evt. abzurechnenden längeren Gesprächen durchsuchen möchten, haben einfach Pech?
LNS
VG WortLNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER