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Medizin

Sport in der Jugend erhält Gesundheit im hohen Alter

Montag, 30. Dezember 2013

Ithaca – Sportliche Aktivität im Jugendalter kann im Alter Arztbesuche ersparen. Zu diesem Fazit gelangt die „Fit in 50 Years“-Studie in BMC Public Health (2013, 13: 1100), die US-Veteranen des zweiten Weltkriegs befragt hat. An der Studie nahmen 712 US-Soldaten teil, die den zweiten Weltkrieg in guter Gesundheit überlebt hatten und heute im Durchschnitt 78 Jahre alt sind.

Brian Wansink von der Cornell University in Ithaca und Simone Dohle von der ETH Zürich wollten wissen, welche Verhaltensweisen und Persönlichkeitszüge die körperliche Aktivität und Gesundheit im Alter bestimmen. Als Marker für den Gesundheitszustand wurde die Zahl der Arztbesuche gewertet. Das überraschende Ergebnis: Nicht Bildung und Selbstdisziplin waren die wichtigsten Prädiktoren für eine gute Gesundheit im Alter.

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Den größten Einfluss hatte laut der Studie die Tatsache, dass die GIs vor ihrer Militärzeit Mitglied einer Sportmannschaft an der High-School waren (was in Deutschland am ehesten mit einer aktiven Mitgliedschaft in einem Sportverein vergleichbar ist). Unter den Persönlichkeitseigenschaften waren eher die abenteuerlich gesinnten Menschen diejenigen, die im Alter keine Arztbesuche notwendig hatten.

Die Studie, deren Aussagekraft aufgrund ihres retrospektiven Designs nicht überschätzt werden darf, hat einen aktuellen Anlass. In den USA leiden (wie unübersehbar auch in Deutschland) immer mehr Kinder unter Bewegungsmangel. Viele „Kids“ ziehen das Internet dem Sportverein vor.

Die Folge ist eine starke Zunahme von übergewichtigen und fettleibigen Teenagern, die damit Gefahr laufen, im Erwachsenenalter Diabetes und Herzkreislauferkrankungen zu entwickeln. Damit sinkt ihre Chance, wie ihre Großeltern im Alter von über 70 Jahren noch körperlich fit zu sein. Viele werden aufgrund chronischer Erkrankungen auf regelmäßige ärztliche Besuche angewiesen sein. © rme/aerzteblatt.de

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