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Ausland

Ärzte ohne Grenzen in Zentralafrikanischer Republik unter Beschuss

Freitag, 3. Januar 2014

Dr. Lores Philippi behandelt die Machteten-Wunden von St-Clair Mbatta im Klinik-Camp von Ärzte ohne Grenzen at am Mpoko Airport, in Bangui dpa

Bangui – Trotz der Präsenz internationaler Streitkräfte kommt es in Bangui, der Haupt­stadt der Zentralafrikanischen Republik, täglich zu Kämpfen, bewaffneten Angriffen und Lynchmorden. Darunter leidet auch die medizinische Versorgung: Nach zweitägigem Schusswechsel betreibt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ihre Klinik auf dem Flughafengelände nun nur noch mit reduzierter Besetzung.

Bereits Ende Dezember waren medizinische Einrichtungen wiederholt angegriffen worden. „Bei jedem Übergriff nimmt die Spannung weiter zu. Die Angreifer werden immer aggressiver und hasserfüllter“, sagt Thomas Curbillon, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Bangui. Es sei absolut inakzeptabel, dass Bewaffnete medizinische Einrichtungen nicht respektieren, in Krankenhäuser eindringen und Patienten sowie Personal bedrohen. Die Hilfsorganisation forderte die Konfliktparteien auf, Gewalt gegen Zivilbevölkerung, Patienten und medizinisches Personal einzustellen. Der Zugang von Verletzten und Kranken zu medizinischer Versorgung müsse sichergestellt werden.

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Vor der jüngsten Gewaltwelle hatte die Hilfsorganisation in der Klinik am Flughafengelände täglich durchschnittlich 500 Patienten sowie 100 Verletzte behandelt und sieben Geburten begleitet, ein weiterer Ausbau der Leistungen war konkret geplant gewesen. Da Ärzte ohne Grenzen die Klinik nun mit einem reduzierten Team betreibt, können hier derzeit nur noch Schwerverletzte behandelt werden. hil

© hil/aerzteblatt.de

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