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Politik

Neuer Verbund von acht katholischen Krankenhäusern

Dienstag, 7. Januar 2014

Reinbek – Zum Jahresbeginn hat der Elisabeth Vinzenz Verbund als Träger von acht katholischen Krankenhäusern vornehmlich in Nord- und Ostdeutschland offiziell seine Tätigkeit aufgenommen. Mit etwa 2.600 Klinikbetten und nahezu 6.000 Beschäftigten zählt er zu den zehn größten christlichen Krankenhausträgern in Deutschland, wie das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift am Dienstag mitteilte.

Hervorgegangen ist der Verbund aus der Katholischen Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth (KWA) Reinbek als bisherigem Träger der Reinbeker Klinik und der Kirchlichen Stiftung St. Bernward Hildesheim. Die KWA hält laut Angaben 75 Prozent der Anteile, die Hildesheimer Stiftung 25 Prozent.

Ziel sei es, „das christliche Profil der von Ordensschwestern gegründeten Kranken­häuser zu bewahren und sie wirtschaftlich gesund für die Zukunft aufzustellen”, sagte der Kaufmännische Direktor und Geschäftsführer des St. Adolf-Stifts, Lothar Obst. Fehlende Neueintritte bei den Ordensschwestern hätten eine Besetzung wichtiger Gremien mit Ordensfrauen nicht mehr möglich gemacht. Dieselbe Entwicklung sei auch vor Ort in den Krankenhäusern zu verzeichnen.

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Vor 15 Jahren hätten noch mehr als 20 Schwestern von der heiligen Elisabeth ihren Dienst im St. Adolf-Stift versehen. Heute seien dort nur noch zwei Ordensfrauen im aktiven Dienst. Die gemeinnützige GmbH war bereits im vergangenen Jahr gegründet worden. Ihr Sitz ist Berlin. Geschäftsführer sind der bisherige KWA-Geschäftsführer Sven U. Langner und der Geschäftsführer des Bernward-Krankenhauses Hildesheim, Olaf Klok.

Der Zusammenschluss erfolge aus stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen, versicherte Obst. Allein innerhalb der vergangenen fünf Jahre habe es einen Anstieg der stationären Fälle in Reinbek von 14.500 auf 17.000 gegeben. Daneben seien etwa 150 neue Vollzeitstellen in den vergangenen zehn Jahren geschaffen worden.

Für die Mitarbeiter in den Häusern des Verbunds ändere sich nichts, sagte der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Andreas Hein. Alle Dienstverhältnisse würden unverändert übernommen. Zum Verbund gehören laut Angaben auch ein Altenheim und weitere sozialen Einrichtungen, wie Medizinische Versorgungszentren, Hospize und Bildungsstätten. © kna/aerzteblatt.de

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