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Medizin

Geburt in Zeiten der Rezession erhöht Demenzrisiko

Donnerstag, 9. Januar 2014

dpa

Rostock – Eine boomende Wirtschaft bei der Geburt erhöht die Chance, im Alter geistig fit zu bleiben. Das berichtet das Rostocker Zentrum zur Erforschung des demografischen Wandels im Magazin „Demografische Forschung aus erster Hand“, nachdem eine entsprechende Studie in der Zeitschrift Plos One erschienen ist (DOI: 10.1371/journal.pone.0074915).

In Deutschland leben danach derzeit rund 1,4 Millionen Menschen mit einer Demenz. Im Jahr 2050 werden es zwei bis drei Millionen sein, schätzen Wissenschaftler des Ros­tocker Zentrums. Mit dem Altern der Bevölkerung werde es zunehmend wichtig zu ver­stehen, welche Faktoren die geistigen Fähigkeiten der älteren Menschen beein­flussten, sagte Gabriele Doblhammer, die Direktorin des Zentrums.

Das Magazin berichtet über die Studie Doblhammers. Die Wissenschaftler werteten darin Daten von mehr als 17.000 Menschen aus zehn europäischen Ländern aus, die zwischen 1900 und 1945 geboren wurden. Dabei schlossen sie alle Teilnehmer aus, die während eines Krieges geboren wurden.

Es zeigte sich, dass eine boomende Wirtschaft im Geburtsjahr die Chance, im Alter geistig fit zu bleiben, im Vergleich zu Studienteil­nehmern, die während einer Rezession geboren wurden, um ein Viertel erhöht, so die Wissenschaftler. „Insbesondere die Rechenfähigkeiten, die sprachliche Gewandtheit und das Gedächtnis sind durch eine schlechte Wirtschaftslage am Beginn des Lebens beeinträchtigt“, so Doblhammer.

Stärksten Effekte in Deutschland und Italien
Wie stark sich der Einfluss der Wirtschaftslage im Geburtsjahr auf das Denkvermögen im Alter bemerkbar machte, war von Land zu Land unterschiedlich. Die deutlichsten Effekte verzeichnete das Team in Deutschland und Italien. Kein Zusammenhang fand sich für Österreich und die Schweiz.

Darüber, auf welche Weise die wirtschaftliche Situation zu Lebensbeginn das Gehirn nachhaltig beeinflusse, könne man bislang nur spekulieren, so Doblhammer. Vermutlich seien Babys und deren Mütter in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in wirtschaftlich schwachen Zeiten schlechter ernährt und häufiger krank gewesen. Auch der Stress der Kinder aufgrund finanzieller Sorgen der Eltern sei vermutlich größer gewesen als zu wirtschaftlichen Boomzeiten. © hil/KNA/aerzteblatt.de

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Senbuddy
am Donnerstag, 9. Januar 2014, 23:53

Und der Bananenverbrauch in Deutschland...

...korreliert mit dem Wasserstand im Rhein. Es ist schon erstaunlich, was Demografen für skurrile Zusammenhänge (er)finden.

Übrigens: Das mit den Bananen und dem Rhein stimmt auch. Es liegt aber einfach nur an der Jahreszeit.

Viele Grüße
S.

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