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Ausland

New York will Marihuana für medizinische Zwecke erlauben

Donnerstag, 9. Januar 2014

New York – Der US-Bundesstaat New York plant eine Lockerung seiner strikten Marihu­ana-Gesetze, um Schwerkranken eine medizinische Behandlung mit der Droge zu erlauben. Wie der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo gestern verkündete, ist zunächst jedoch nur eine sehr eingeschränkte Freigabe von Marihuana für medizinische Zwecke über ein Pilotprojekt geplant. Die Droge solle vererst nur von bis zu 20 Krankenhäusern verschrieben werden dürfen, sagte Cuomo in seiner jährlichen Rede zur Lage des Staates.

Forschungen hätten ergeben, dass Marihuana bei der „Behandlung von Krebs und anderen schweren Krankheiten“ hilfreich sein könne, sagte Cuomo, der die Legali­sierung von Marihuana bislang abgelehnt hatte. Mit dem Pilotprogramm solle die „Umsetzbarkeit“ einer medizinischen Freigabe überprüft werden. Es wird erwartet, dass Cuomo die Marihuana-Legalisierung per Dekret durchsetzt, weil im New Yorker Parlament bereits mehrere Vorstöße scheiterten.  

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New York wäre der 21. US-Bundesstaat, der seine Marihuana-Politik lockert. Der medizinische Einsatz von Cannabis ist bereits in zahlreichen Staaten erlaubt. In Kalifornien kann Marihuana etwa schon seit 1996 auch für weniger schwere Krankheiten wie Rückenschmerzen verschrieben werden. Zum 1. Januar wurde der Verkauf von Marihuana im Bundesstaat Colorado auch für den privaten Gebrauch legal. Es ist der erste Staat, in dem es erlaubt ist, das Rauschmittel in sogenannten Coffeeshops zu verkaufen.

Laut einer Gallup-Umfrage vom Oktober befürworten 58 Prozent aller US-Bürger die Legalisierung von Cannabis. Der 56-jährige Cuomo gilt als einer der Anwärter für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten 2016 - genauso wie sein Kollege aus dem Nachbarstaat New Jersey. Der moderate Repubikaner Chris Christie hat den medizinischen Gebrauch von Marihuana bereits legalisiert. © afp/aerzteblatt.de

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