NewsPolitikHecken kündigt Pay for Performance an
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Hecken kündigt Pay for Performance an

Montag, 13. Januar 2014

Josef Hecken /axentis

Berlin – Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA), Josef Hecken, hat mehr Qualitätsorientierung im Gesundheitswesen angekündigt. „Die Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass ihnen immer und überall hohe Qualität geliefert wird. Doch das ist leider nicht so“, sagte Hecken gegenüber dem Nachrichten­magazin Der Spiegel.

Deshalb sollen laut dem G-BA-Vorsitzenden „gute Krankenhäuser - und damit guter Ärzte - in Deutschland künftig mehr Geld erhalten als schlechte.“ Das Problem dabei sei, die Qualität fundiert zu erfassen. „Deshalb will ich, dass wir ein neues, unabhängiges Institut für Qualitätssicherung im Krankenhaus gründen“, so Hecken. Eine konkrete Aufgabe des Institutes wäre, Mindestmengen einzuführen, unter anderem beim Einsatz von Knieprothesen, Hüftersatz und Bandscheibenoperationen.

Anzeige

Ergebnisdaten flächendeckend auswerten
Außerdem sollte das neue Institut Methoden entwickeln, um besser zu erfassen, zu welchem Ergebnis ein bestimmter Eingriff in einem Krankenhaus führt. „Nehmen wir Männer, die sich wegen Prostatakrebs operieren lassen. Wir wissen heute nur, ob sie ein bestimmtes Krankenhaus lebend verlassen und ob sie nach fünf Jahren noch leben“, so Hecken. Das sage aber relativ wenig über die Qualität des Krankenhauses und der Operation aus. Zusätzliche Informationen, zum Beispiel ob diese Männer nach fünf Jahren impotent oder inkontinent seien, lägen zwar vor, es gäbe aber niemanden, der sie flächendeckend und fundiert auswerte.

Psychotherapie: Wartezeiten auf Theapieplätze verringern
Der G-BA-Vorsitzende äußerte sich in dem Spiegel-Gespräch auch zur psychothera­peutischen Versorgung. „Wir wollen die Psychotherapierichtlinie in zwei Jahren so geändert haben, dass Menschen mit seelischen Problemen das Recht auf schnelle fachliche Begutachtung bekommen“, so Hecken. Es sei wichtig zu verhindern, dass Menschen mit schweren seelischen Erkrankungen lange auf Therapieplätze warten müssten, weil Patienten mit bloßen Befindlichkeitsstörungen diese belegten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #113520
Laufersweiler
am Donnerstag, 6. Februar 2014, 13:14

...noch ein Bier Herr Hecken?

Hecken bewegt sich mit seiner Behauptung, dass "Patienten mit bloßen "Befindlichkeitsstörungen" Psychotherapieplätze belegten, einmal mehr auf Stammtischniveau. Seriöse Forscher entnehmen den Kassen-Statistiken das Gegenteil. http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/342002/Datei/3014/TK-Abschlussbericht2011-Qualitaetsmonitoring-in-der-Psychotherapie.pdf.
LNS

Nachrichten zum Thema

21. September 2020
Berlin – Die Erfahrung eines Krankenhauses mit einem endoprothetischen Eingriff hat einen deutlichen Einfluss auf die kurzfristige Ausfallwahrscheinlichkeit von Hüft- und Knie-Totalendoprothesen (HTEP
Fallzahlen wirken sich auf Revisionsrate bei Hüft- und Knietotalendoprothesen aus
16. Juli 2020
Berlin – Postmortale Entnahmen von Spenderlebern können künftig nicht mehr auf die Mindestmenge angerechnet werden. Diese Änderung der Mindestmengenregelung für Lebertransplantationen hat der
Lebertransplantationen: Regeln für Mindestmengen geändert
19. Juni 2020
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) nimmt ein Beratungsverfahren für eine Mindestmenge für kathetergestützte Aortenklappenimplantationen (TAVI) auf. Ein entsprechender Antrag des
G-BA startet Beratungen zu Mindestmengen bei TAVI
28. Mai 2020
Berlin – Die Qualität bei Hüft- und Knieprothesenwechseln ist auch von der Fallzahl in einer Einrichtung abhängig: Je häufiger der Eingriff in einer Klinik erfolgt, desto seltener kommt es zu
Outcome beim Wechsel einer Hüft- oder Knieprothese hängt von Fallzahl ab
27. Mai 2020
Berlin – Scharfe Kritik an der Mindestmengenregelung in der Transplantationsmedizin üben die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), die
Transplantationsmedizin: Kritik an Rapid-Report zur Mindestmengenregelung
25. Mai 2020
Köln – Werden in einem Krankenhaus viele Patienten an der Speiseröhre operiert, sind ihre Überlebenschancen größer als in Häusern mit geringer Fallzahl. Zudem haben die Patienten seltener
Speiseröhrenchirurgie: Die Qualität steigt mit der Zahl der Fälle
25. Mai 2020
Köln – In Zentren mit vielen Nierentransplantationen sind die Überlebenschancen der Patienten im ersten Jahr nach dem Eingriff höher als in Kliniken mit geringeren Fallzahlen. Zu diesem Ergebnis kommt
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER