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Politik

Zehn Jahre Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Die Aufgaben werden weiter wachsen

Mittwoch, 15. Januar 2014

Gut gelaunt: Hermann Gröhe und Josef Hecken /Joachim Zimmermann

Berlin – Seinen ersten offiziellen Auftritt absolvierte der neue Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe (CDU), gestern bei einem Festakt des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA). „Ich freue mich, dass es meine erste offizielle Rede im Rahmen meiner neuen Aufgabe als Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter ist, dem G-BA hier zum zehnjährigen Jubiläum zu gratulieren“, sagte Gröhe.

An Josef Hecken, den unparteiischen Vorsitzenden des G-BA, gewandt, sagte Gröhe, er werde sich dessen kürzlich in einem Interview ausgesprochene Empfehlung, erst einmal alle anzuhören und dann zu entscheiden, zu eigen machen. Insofern war es nur konsequent, dass es so kurz nach seinem Amtsantritt als Minister nur wenig Konkretes zu hören gab. Er lobte die Arbeit des G-BA in den vergangenen zehn Jahren: „Die hohe Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland ist untrennbar verbunden mit Ihren Aufgaben.“ 

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Ein solch starkes Selbstverwaltungsgremium wie der G-BA entlaste nicht nur die Politik, sondern sorge auch für Entscheidungen dicht am Versorgungsalltag der betroffenen Menschen. Wie groß das Vertrauen in die Arbeit des G-BA inzwischen sei, spiegele sich auch in dem nach und nach gewachsenen Aufgabenspektrum wider, führte Gröhe aus.

 „Ein Blick in den Koalitionsvertrag zeigt: Die Aufgaben des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses werden weiter wachsen. Die Themenvielfalt reicht von besserer psychotherapeutischer Versorgung, strukturierten Behandlungsangeboten für kranke Menschen bis hin zu noch mehr messbarer Qualität in der ambulanten und stationären Versorgung und einem neuen Innovationsfonds.“

„Es ist noch Raum für neue Aufgaben“, hatte zuvor schon der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken bei der Begrüßung der Festgäste angekündigt. Grundlage der Arbeit des G-BA müsse aber stets die Frage sein, was dem einzelnen Patienten nütze. Das klinge leichter, als es ist, denn es gebe vielfältige Eigeninteressen, dubiose Heilsversprechen und viele, die lediglich auf einen schnellen return of interests hofften.

„Vieles was neu ist, ist deshalb nicht automatisch besser“, betonte Hecken. „Im Fokus unserer Entscheidungen steht immer die Frage, ob ein neues Arzneimittel, eine neue Behandlungsmethode, ein Hilfsmittel oder eine Qualitätssicherungsmaßnahme geeignet ist, die medizinische Versorgung im Vergleich zum Status quo zu verbessern.“ Hecken zeigte sich überzeugt davon, dass der G-BA in den vergangenen zehn Jahren die Erwartungen des Gesetzgebers nicht enttäuscht hätte, und verband dies mit einem ausdrücklichen Dank an seinen Vorgänger Rainer Hess. © TG/aerzteblatt.de

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