NewsÄrzteschaftHausärzte: Koalition will Verbesserungen zügig umsetzen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hausärzte: Koalition will Verbesserungen zügig umsetzen

Donnerstag, 16. Januar 2014

Ulrich Weigeldt und Annette Widmann-Mauz /axentis

Berlin – Die schwarz-rote Bundesregierung will ihre im Koalitionsvertrag vereinbarten Verbesserungen für die Hausärztinnen und Hausärzte zügig umsetzen. Das hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Annette Widmann-Mauz (CDU), beim Neujahrsempfang des Deutschen Hausärzteverbandes am Mittwoch in Berlin bekräftigt.

„Die Bedeutung der Rolle der Hausärzte ist uns bewusst“, sagte Widmann-Mauz vor rund 250 Gästen aus Ärzteschaft, Politik und Verbänden im Gesundheitswesen. Ohne eine ausreichende Zahl an Hausärzten sei die qualitativ hochwertige flächendeckende Versorgung einer alternden Bevölkerung nicht zu gewährleisten. Die Staatssekretärin versprach, dass die große Koalition Hindernisse zügig abbauen und damit Perspektiven auch für den hausärztlichen Nachwuchs schaffen wolle.

Anzeige

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD Forderungen des Hausärzteverbandes aufgegriffen. Danach sollen künftig die Ver­tre­ter­ver­samm­lungen der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu gleichen Teilen aus Haus- und Fachärzten bestehen, die eigenständig über ihre jeweiligen Belange entscheiden.

Zusätzlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, rein hausärztliche Medizinische Versor­gungszentren zu gründen. Außerdem sollen die Krankenkassen auch weiterhin verpflichtet sein, ihren Versicherten eine hausarztzentrierte Versorgung anzubieten. Die bislang geltenden Vergütungsbeschränkungen für die Hausarztverträge zwischen Hausärzteverbänden und Krankenkassen sollen fallen. Allerdings müsse man hier über alternative Instrumente nachdenken, die die Wirtschaftlichkeit der Versorgung sicher­stellen, schränkte Widmann-Mauz jetzt in Berlin ein.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, gab sich optimistisch. „2014 wird ein spannendes Jahr“, sagte er am Mittwochabend. „Es stehen entscheidende Weichenstellungen an, um die hausärztliche Versorgung für die Zukunft zu sichern.“ Er hoffe, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Verbesserungen jetzt zügig umgesetzt werden. Dem neuen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) bot er eine sachlich konstruktive Zusammenarbeit an. © HK/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #672734
isnydoc
am Freitag, 17. Januar 2014, 11:42

"Selfie" von Widmann-Mauz und Hausärzteverbandschef?

oder gar eine "professionelle" Brillenwerbung für Klarsicht auf die Gesundheitspolitik?
"Hausärzte haben den richtigen Blick!"
„Wir verbinden dies mit der Hoffnung, dass die anstehende Neuwahl des fachärztlichen KBV-Vorstandes zu einem Klima in der KBV führt, in dem im Hinblick auf die anstehenden gesetzlichen Verän­derungen in der KBV-Struktur die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Fachärzten konsensuell gestaltet werden kann“.
Schlag nach beim Dude ...
"kon­sen­su­ell"
Wortart: Adjektiv
Gebrauch: veraltet
Alles klar ...?
LNS

Nachrichten zum Thema

19. Oktober 2020
Mainz – In Rheinland-Pfalz sind einer Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittlich viele Stellen für Hausärzte unbesetzt geblieben. Nach Einschätzung
Schon jetzt zu wenig Hausärzte in Rheinland-Pfalz
9. Oktober 2020
Stuttgart/Biberach – Der Hausärzteverband ruft niedergelassene Mediziner in Baden-Württemberg angesichts der bevorstehenden Grippesaison dazu auf, Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) einzurichten. Die
Hausärzteverband fordert Solidarität für mehr Schwerpunktpraxen
23. September 2020
Stuttgart – Die Hälfte der Hausärzte sieht in dem nationalen Gesundheitsportal der Bundesregierung große Unterstützungspotenziale für ihre Arbeit. Das geht aus einer Umfrage unter 745 Hausärzten aus
Hausärzte erwarten Unterstützung durch nationales Gesundheitsportal
21. September 2020
Berlin – Die Praxen der niedergelassenen Ärzte sind gut vorbereitet für die kommenden Wochen und das vermehrte Auftreten von Erkältungskrankheiten, grippalen Infekten und potenziellen COVID-19-Fällen.
SARS-CoV-2: KBV sieht niedergelassene Haus- und Fachärzte gut vorbereitet
17. September 2020
Berlin – Der Hausärzteverband fordert angesichts der steigenden Zahlen von grippalen Infekten die zügige Rückkehr zur telefonischen Krankschreibung. Eine große Mehrheit der Delegierten der
Hausärzte wollen telefonische AU zurück
8. September 2020
Düsseldorf – Kritik an der Vorbereitung auf Pandemien in Deutschland hat der Hausärzteverband Nordrhein geübt. Die Coronakrise habe offengelegt, „wie unvorbereitet und vulnerabel die Strukturen der
Hausärzte für bessere Vorbereitung auf Pandemien
2. September 2020
Mainz – Das Pilotprojekt „Telemedizinische Assistenz“ (TMA) soll helfen, die hausärztliche Versorgung in Rheinland-Pfalz zu stärken. Das Projekt richtet sich gezielt an Hausarztpraxen im ländlichen
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER