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Politik

Verena Bentele ist neue Behinderten­beauftragte der Bundesregierung

Donnerstag, 16. Januar 2014

Verena Bentele dpa

Berlin – Die ehemalige blinde Leistungssportlerin Verena Bentele ist heute in Berlin in ihr Amt als neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen eingeführt worden und folgt somit Hubert Hüppe (CDU) nach. Vorgeschlagen für diese Aufgabe hatte sie die neue Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles (SPD).

„Ich freue mich sehr, dass Verena Bentele meiner Bitte, dieses Amt zu übernehmen, entsprochen und so beherzt zugesagt hat“, sagte Nahles während der Amtseinführung. „Von nun an macht eine Frau mit einer Behinderung auf diesem Posten Politik für Menschen mit Behinderungen. Das ist neu - und ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinschaftlich viele Verbesserungen im Leben von Menschen mit Beeinträchtigungen erreichen können.“

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Auch Verena Bentele freute sich auf die Zusammenarbeit unter „Powerfrauen“ und auf ihre neue Aufgabe: „Inklusion heißt für mich, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam eine Gesellschaft gestalten, in der jeder seinen Platz hat und gefördert wird“, betonte sie. Mit ihren Erfahrungen als blinde Frau wolle sie Inklusion gestalten helfen. „Ich möchte den Dialog zwischen der Regierung, Betroffenen und allen anderen Beteiligten fördern und die Barrieren im Kopf durch gegenseitiges Verstehen beseitigen.“

Die Behindertenbeauftragte wird vom Bundeskabinett jeweils für die Dauer einer Legislaturperiode bestellt. Nach § 15 BGG hat sie darauf hinzuwirken, dass die Verantwortung des Bundes, für gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderungen zu sorgen, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfüllt wird. Innerhalb der Bundesregierung soll die Beauftragte Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen und aktiv die Gesetzgebung begleiten.

Verena Bentele ist 31 Jahre alt und  von Geburt an blind. In Deutschland ist sie die  erfolgreichste Behindertensportlerin: Im Biathlon und im Langlauf gewann sie zwölf Goldmedaillen bei Paralympics und vier Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften.

Zusammen mit ihrem Begleitläufer Thomas Friedrich wurde sie 2011 als Weltbehinder­tensportlerin. Nach 15 Jahren Leistungssport ihre Sportkarriere. Parallel dazu schloss sie ihr Literaturwissenschaftsstudium an der LMU München ab und etablierte sich in den vergangenen beiden Jahren als Expertin für Personalentwicklung. © ER/aerzteblatt.de

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