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Politik

Rheinland-Pfalz: Ge­sund­heits­mi­nis­ter kritisiert Pflege-TÜV

Donnerstag, 16. Januar 2014

Mainz – Der sogenannte Pflege-TÜV – die Bewertung von Pflegeheimen– muss nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Ge­sund­heits­mi­nis­ters Alexander Schweitzer (SPD) verbessert werden. „Es ist kein guter Zustand, dass wir Pflegenoten haben, deren Aussagekraft zweifelhaft sind“, sagte Schweitzer in Mainz. Denn die Träger und die Pflegekassen legten selbst fest, welche Kriterien sie für die eigenen Beurteilungen heranziehen. Der SPD-Politiker leitet derzeit die Sozialministerkonferenz der Länder.

„Das ist ein bisschen so, als wenn Sie zwei Fußballmannschaften darüber entscheiden lassen, wann welche Mannschaft eine gelbe oder sogar rote Karte bekommt. Das führt in der Regel dazu, dass sie sich gar keine oder extrem viele gelbe und rote Karten geben“, kritisierte Schweitzer. „Ich möchte neue Kriterien einfügen, die pflegewissenschaftlich abgesichert sind, um damit die Qualität der Leistungen transparent bewerten zu können. Darauf haben die Bewohner der Einrichtungen und die Angehörigen einen Anspruch.“

Bei der Bewertung geht es um die Pflegeversorgung, den Umgang mit Demenzkranken, die soziale Betreuung, Wohnen und Hygiene. Die Kriterien der sogenannten Transpa­renzrichtlinie wurden im vergangenen Jahr überarbeitet. Allerdings können Pflegeheime anhand des großen Fragenkatalogs auch dann eine gute Note bekommen, wenn sie Defizite bei der Pflegeversorgung haben. Weitere Prüfvorgaben werden derzeit vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium untersucht. © dpa/aerzteblatt.de

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