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Medizin

Stichflamme aus dem Warzenentferner

Freitag, 17. Januar 2014

Bethesda – Die US-Arzneibehörde FDA warnt vor Verbrennungen durch Warzen­entferner aus der Apotheke. Die Präparate enthalten brennbare Gase, die sich in schlecht belüfteten Räumen leicht entzünden können, heißt es in einer Verbraucher­information.

Die Vereisung von Warzen (Kryotherapie) war früher dem Dermatologen vorbehalten. Verrucae vulgaris an der Hand können – zwar nicht ganz schmerzfrei – aber effektiv durch Aufträufeln von flüssigem Stickstoff entfernt werden. Durch die Kälte kommt es zu einer Entzündungsreaktion mit Blasenbildung. Nach einigen Tagen fällt mit dem nekro­tischen Belag auch die Warze ab.

Seit einigen Jahren gibt es die Vereisungstherapie auch zur Selbstmedikation. Die Präparate enthalten ein Gemisch aus Dimethylether und Propan oder vergleichbare Gase. Nach dem Auftragen auf die Warze kommt es zu einer raschen Verdunstung, die der Umgebung Wärme entzieht. Die Hautoberfläche kühlt dadurch auf zweistellige Minusgrade ab.

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Die beiden Gase der Warzenentferner sind jedoch entflammbar, und durch die Verdunstung gelangen sie in die Umgebung. Befindet sich dort eine Flamme oder eine starke Wärmequelle, kann es zu einer Flammentwicklung kommen. Der FDA sind seit 2009 insgesamt 14 Fälle bekannt geworden.

Zehn Patienten haben dabei Verbrennungen der Haut erlitten oder sich die Haare angesengt, heißt es in einer Warnung für Verbraucher. Die FDA rät dringend, die Packungsbeilagen zu beachten und die Behandlung nicht in der Nähe von offenen Flammen durchzuführen. Eine Kerze oder eine brennende Zigarette könnten bereits einen Brand auslösen. Auch Bügeleisen oder elektrische Lockenstäbe könnten die Gase entzünden. Selbst eine Explosion der Behälter sei möglich. © rme/aerzteblatt.de

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