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KBV-Qualitäts­bericht: Versorgungs­qualität in Dialysepraxen deutlich gestiegen

Freitag, 17. Januar 2014

dpa

Berlin – Die Qualität bei der Versorgung von Dialysepatienten hat sich weiter deutlich verbessert. Das ist ein Ergebnis des zehnten Qualitätsberichtes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Demnach ist seit Einführung der Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse im Jahr 2006 der Anteil der auffälligen Dialyseeinrichtungen signifikant gesunken.

So traten dem Bericht zufolge 2007 in mehr als der Hälfte der Einrichtungen beim geprüften Parameter Kt/V-Wert Auffälligkeiten auf, 2012 waren es weniger als sieben Prozent der Einrichtungen. „Auch bei den anderen Parametern ist ein solch positiver Trend eindeutig erkennbar“, heißt es dazu in dem Bericht. So ist der Anteil der Dialysepraxen, die nicht für mehr als 85 Prozent ihrer Patienten die geforderte Mindesthäufigkeit erfüllten, von 27 auf 5,2 Prozent gesunken. „Bei allen beobachteten Parametern kann seit Einführung der Richtlinie eine eindeutige Verbesserung festgestellt werden“, resümieren die Autoren.

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Aufgrund der immer besseren Ergebnisse in allen Bereichen macht sich die KBV gegenüber den Krankenkassen dafür stark, den bürokratischen Aufwand für die niedergelassenen Ärzte zu überprüfen. „Qualitätssicherung ist zwar mit einem gewissen bürokratischen Aufwand verbunden, unnötige Verwaltungs- und Informationspflichten müssen bei einer gleichbleibend hohen Qualität der Patientenversorgung auch wieder abgeschafft werden“, erklärte KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Köhler. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen hätten die Möglichkeit, Prüfungen im Rahmen bestimmter Qualitätssicherungsmaßnahmen auszusetzen oder bei den Prüfintervallen Lockerungen vorzunehmen, so Köhler.

Der zehnte Qualitätsbericht gibt einen Gesamtüberblick über das Genehmigungs- und Prüfgeschehen der ambulanten Qualitätssicherung in Deutschland und stellt aktuelle Themen des Berichtsjahres vor. Dazu zählen im vorliegenden Band die Qualitäts­sicherung in der Dialyse, die Ergebnisse des Disease-Management-Programms Koronare Herzkrankheit und neue Nutzungsmöglichkeiten der elektronischen Dokumentation (eDoku). © hil/aerzteblatt.de

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