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Politik

VdK fordert bessere ärztliche Versorgung im Ruhrgebiet

Freitag, 17. Januar 2014

Düsseldorf – Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen (NRW) hat gleiche Teilhabechancen für alle Menschen in Deutschland gefordert – unabhängig vom Wohnort. Wer in NRW in einem ärmeren Stadtteil leben muss, hinke bei der sozialen Teilhabe fast automatisch hinterher, kritisierte der Vorsitzende des VdK NRW, Karl-Heinz Fries.

„Insgesamt stellen wir in unserem Bundesland stark divergiernde Lebensverhältnisse fest“, so Fries. Speziell das Ruhrgebiet sei mit seinen fünf Millionen Einwohnern und hochverschuldeten Großstädten die Problemregion Nummer eins der Republik. „Dort hat sich in vielen nördlichen Stadtteilen Armut manifestiert: Die Gesundheitsversorgung, der Bildungsstand, aber auch die Lebenserwartung sind eher gering“, sagte der Verbands­chef.

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Insbesondere die Ärzteversorgung im Revier wie auch im ländlichen Bereich sei besorg­niserregend. Während in gut situierten Stadtteilen ein Überangebot an Medizinern herrsche, seien Armutsviertel unterversorgt. „Wenn wir die ärztliche Versorgung für alle gleichermaßen sicherstellen möchten, muss endlich ein Ausgleich bei der räumlichen Verteilung geschaffen werden“, forderte Fries.

Das gelte in besonderer Weise für das Ruhrgebiet, in dem sich nach dem Willen des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses weit mehr Bürger einen Arzt teilen müssten als in allen anderen Metropolregionen Deutschlands: „Die Bedarfsplaner haben hier willkürlich einen geringeren als den normalen städtischen Versorgungsgrad festgelegt“, kritisierte der VdK-Landesvorsitzende. Diese Eingruppierung als Sonderregion gehöre endlich abgeschafft. © hil/aerzteblatt.de

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