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Politik

Kinder- und Jugendärzte plädieren für Erhalt der Kinderkommission

Freitag, 17. Januar 2014

Berlin – Der Berufsverband der Kinder - und Jugendärzte (BVKJ) warnt der Abschaffung der Kinderkommission. Dies sei ein großer Fehler, so BVKJ-Präsident Wolfram Hart­mann. Dem Verband zufolge plant die Bundesregierung, die Kinderkommission durch einen Kinderbeauftragten zu ersetzen.

„Wir brauchen die Kinderkommission dringend, um Kinderrechte wirksam durchzu­setzen“, mahnte Hartmann. Sie sei die einzige politische Institution, in der Abgeordnete aller Fraktionen und ihre Mitarbeiter sich parteiübergreifend für kinderpolitische Interessen einsetzen.

„Wir brauchen dieses politische Wächteramt“, so der Verbands­präsident. Durch die Abschaffung der Kinderkommission hätten Kinder und Jugendliche keinen eigenen Zugang mehr zum Parlament. Der Bundestag würde damit Kinder und Jugendliche aus seiner besonderen Fürsorge und Obhut entlassen. „Ein fatales Signal an die Gesellschaft“, erklärte Hartmann.

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Zwar sei auch ein Kinderbeauftragter als direkter Draht zwischen Kindern und Parlament nötig. „Aber wir brauchen auch weiterhin die parlamentarische Vertretung: Kinderkommission und Kinderbeauftragter müssen sich in ihrer Arbeit ergänzen“, forderte Hartmann. Dazu brauche die Kinderkommission mehr Gestaltungsrechte als bisher. „Das Einstimmigkeitsgebot, das die Kommission daran hindert, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, muss abgeschafft werden“, sagte der BVKJ-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

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