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Medizin

Traditionelle chinesische Medizin beugt in Studie Diabetes vor

Freitag, 17. Januar 2014

Pseudoginseng /dpa

Peking – Ein pflanzliches Präparat der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) hat in einer randomisierten klinischen Studie die Zahl der Diabetesneuerkrankungen bei Menschen mit gestörter Glukosetoleranz um fast ein Drittel gesenkt, wie aus einer Publikation im Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (Online) hervorgeht.

Menschen mit einer Glukosetoleranzstörung haben ein hohes Risiko, an einem Diabetes zu erkranken. Von den 191 Teilnehmern der Placebo-Gruppe der Studie, die Fengmei Lian vom Guang'anmen Hospital in Peking und Mitarbeiter durchführten, entwickelten im Verlauf von 12 Monaten 56 (29 Prozent) einen manifesten Diabetes.

In der anderen Gruppe waren es nur 36 von 199 Teilnehmern (18 Prozent) und damit etwa ein Drittel weniger. Die Teilnehmer dieser Gruppe hatten täglich eine Kapsel Tian-qi eingenommen, ein in China populäres Naturheilmittel, das eine Mischung aus 10 Kräu­tern enthält.

Die vom Tang Center der Universität Chicago betreute Studie wurde auf dem Niveau „westlicher“ randomisierter Studien durchgeführt. Weder Patienten noch die betreu­enden Ärzte wussten, ob sie chinesische Kräuter oder ein Placebo einnahmen. Alle Patienten erhielten im Verlauf der Studie die selben Informationen zu einem gesunden Lebensstil sowie eine Ernährungsberatung.

Die Wirkung von Tian-qi ist nach Einschätzung von Chun-Su Yuan vom Tang Institut mit der von Metformin oder Acarbose vergleichbar, die in den letzten Jahren ebenfalls in randomisierten klinischen Studien untersucht wurden. Die in Tian-qi enthaltenen Kräuter sollen eine Blutzucker-senkende Wirkung vor allem in der Postprandialphase erzielen. Die Verträglichkeit in der Studie war gut. Komplikationen sind nach Auskunft der Autoren nicht aufgetreten. © rme/aerzteblatt.de

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