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Medizin

Mediterrane Kost beugt peripherer arterieller Verschlusskrankheit vor

Mittwoch, 22. Januar 2014

dpa

Pamplona – Eine Mittelmeerdiät kann nicht nur Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes vorbeugen, wie frühere Publikationen einer in Spanien durchgeführten randomisierten Studie gezeigt haben. Laut der neuesten Publikation im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2014; 311: 415-417) ist auch die Zahl der Erkrankungen an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) deutlich gesunken.

An der „Prevención con Dieta Mediterránea“ oder PERIMED-Studie hatten zwischen Oktober 2003 und Dezember 2010 fast 7.500 Menschen im Alter von 55 bis 80 Jahren teilgenommen. Sie waren anfangs noch nicht an einer pAVK erkrankt, obwohl ein Typ 2-Diabetes oder mindestens drei kardiovaskuläre Risikofaktoren eine Gefährdung anzeigen. In den folgenden knapp fünf Jahren erkrankten denn auch 45 von 2.444 Perso­nen der Kontrollgruppe. Hier war die Devise einer fettarmen Ernährung ausge­geben worden.

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In den beiden Interventionsarmen gab es signifikant weniger Neuerkrankungen. In einer Gruppe war die traditionelle mediterrane Kost mit dem täglichen Verzehr von 20 Gramm Nüssen kombiniert worden. Hier erkrankten nur 26 von 2.452 Teilnehmern. Im dritten Studienarm waren es nur 18 von 2.539 Teilnehmern. Dort hatten die Teilnehmer eine Flasche Olivenöl pro Woche erhalten.

Nach den Berechnungen von Miguel Ruiz-Canela von der Universität von Navarra in Pamplona senkte die mit Nüssen angereicherte Mittelmeerdiät das Erkrankungsrisiko um etwa die Hälfte (Hazard Ratio HR 0,50; 0,30-0,81). Im Olivenöl-Arm ging die Zahl der Neuerkrankungen sogar um zwei Drittel (HR 0,34; 0,20-0,58) zurück.

Die PERIMED-Studie gehört zu den wenigen randomisierten prospektiven Studien, in denen die Teilnehmer per Los einer bestimmten Kost zugeordnet wurden. Die meisten anderen Studien zum Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit sind prospektive Beobachtungsstudien, in denen die Diät nicht vorgeschrieben wird. Diese Studien sind anfällig für Verzerrungen, die sich ergeben, wenn Personen mit einer gesunden Kost sich auch in anderen Lebensbereichen gesünder verhalten. © rme/aerzteblatt.de

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