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Ärzteschaft

Ärztekammer Hessen gegen geplantes Institut für Qualitätsmanagement

Donnerstag, 23. Januar 2014

Frankfurt – Kritik am von der Großen Koalition geplanten „Qualitätsinstitut“ übt die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen. Dieses Institut soll gemäß Koalitionsvertrag von CDU und SPD sektorenübergreifend Routinedaten sammeln, auswerten und einrichtungsbezogen veröffentlichen. Außerdem soll das Institut online einsehbare Vergleichslisten der vorge­schriebenen jährlichen Qualitätsberichte der Krankenhäuser erstellen.

„Bereits vor Jahren wurde gegen den Rat der Ärztekammern das AQUA-Institut vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss mit sektorenübergreifender Qualitätssicherung beauftragt. Auf brauchbare Ergebnisse warten wir immer noch. Ein weiteres Institut mit fast gleichem Auftrag dürfte kaum erfolgreicher werden“, kritisiert Kammerpräsident Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Sein Fazit: „Bürokratieabbau war gestern!“

Allerdings sei der Grundgedanke des neuen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters Hermann Gröhe (CDU), die Qualitätssicherung zu fördern und dafür bereits ohnehin vorhandene Routinedaten zu nutzen, durchaus richtig und zu begrüßen. „Ich warne aber nach­drücklich vor weiterer Aufblähung versorgungsferner Kontrollbürokratie in Form neuer Institute und Ausweitung der Befugnisse von Gemeinsamem Bundes­aus­schuss und Medizinischem Dienst der Krankenkassen“, so Knoblauch zu Hatzbach.

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Er kritisiert, seit Jahren vergrößere jede neue Bundesregierung die Verwaltungs- und Kontrollbürokratie im Gesundheitswesen. „Die medizinische Fürsorge für Kranke muss endlich wieder Vorrang vor der Verwaltung von Leistungsempfängern durch Kostenträgerbürokratie erhalten. Nur dann wird die Qualität besser“, so der Kammerpräsident. © hil/aerzteblatt.de

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