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Chirurgen fordern sachliche Diskussion um Patientensicherheit

Freitag, 24. Januar 2014

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hat im Zusammenhang mit der Debatte um den kürzlich vorgestellten AOK-Krankenhausreport 2014 mehr Sachlichkeit in der Diskussion angemahnt. Ziel müsse es sein, anhand objektivierbarer Kriterien Instrumente für mehr Patientensicherheit zu entwickeln und für die Umsetzung bereits vorhandener Instrumente zu sorgen, so die Fachgesellschaft. Dafür gelte es, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, insbesondere angesichts des zunehmend unter Zeit- und Leitungsdruck stehenden Klinikpersonals.

„Jedes unerwünschte Ereignis in der medizinischen Behandlung von Patienten ist eines zu viel, das ist klar“, betonte DGCH-Präsident Joachim Jähne mit Blick auf die AOK-Zahlen. In ihrem Report hat die Krankenkasse berichtet, dass 2011 etwa 190.000 Behandlungsfehler im Klinikbetrieb zu verzeichnen waren, davon rund 19.000 mit tödlichem Verlauf. Dies sei in Relation zu sehen zu jährlich rund 19 Millionen Behandlungsfällen in Kliniken und weiteren 540 Millionen im vertragsärztlichen Bereich, so die DGCH.

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Gegenüber den im Bericht gezogenen Rückschlüssen zeigte sich die Fachgesellschaft skeptisch. Es sei nicht erwiesen, dass kleinere Kliniken per se qualitativ schlechtere Ergebnisse liefern, so die DGCH. Auch könne mangelnde Hygiene nicht allein als Ursache von Infektionen nach operativen Eingriffen gelten. „Das stark gewachsene Spektrum therapeutischer Möglichkeiten bringt gerade für schwerkranke Patienten ein größeres Infektionsrisiko mit sich“, erklärte Jähne. Immer rigidere Hygienevorschriften garantierten nicht unbedingt eine Verbesserung. Entscheidend sei vielmehr, dass die bestehenden konsequent umgesetzt werden, so der Verbandschef. © hil/aerzteblatt.de

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