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Stammzelltrans­plantation: 3.000 Patienten in Leipzig behandelt

Montag, 27. Januar 2014

Leipzig – Eine 46-jährige an Leukämie erkrankte Violinistin ist die 3.000 Patientin, die am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine Stammzelltrans­plantation erhalten hat. „Das ist heute für mich die Stunde Null, als würde ein neues Leben beginnen“, so die Leipzigerin.

Mit den Spenderzellen werden ihre zuvor durch Chemotherapien und Bestrahlung zerstörten eigenen Stammzellen durch neue, gesunde ersetzt. Acht Tage dauerte die Vorbereitung. Wenn die Transplantation Erfolg hat und die neuen Stammzellen die kranken ersetzen, kann sie etwa 14 Tage nach der Transplantation das Isolierzimmer verlassen.

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„Dann beginnt eine Anpassungszeit, denn die Patienten haben nach der Transplantation das Immunsystem eines Babys“, erläutert Dietger Niederwieser, Leiter der Abteilung für Hämatologie und internistische Onkologie am UKL und Präsident der weltweiten Stamm­zell­trans­plantationsgesellschaft. Wenn die Anzahl der weißen Blutkörperchen zwei Jahre lang stabil bleibt, gelten die Patienten als geheilt.

„Wir haben heute eine Vielzahl von Möglichkeiten, unseren Patienten zu helfen, auch abseits der Transplantation“, so Niederwieser. Zum Beispiel könnten junge Patientinnen auch Kinder bekommen. „Das ist ein sehr, sehr großer Fortschritt“, so der Hämatologe, der am UKL mit Unterstützung der Jose Carreras Stiftung eine Leukämieklinik aufgebaut hat.

Seit kurzem werden hier gemeinsam mit dem Experten in der Kinderklinik auch Knochenmarkstransplantationen bei kleinen Kindern vorgenommen. „Unsere andere Herausforderung liegt bei den älteren Patienten“, so Niederwieser. Die Leukämie­patienten würden immer älter, „und hier brauchen wir andere Therapien als bei der Behandlung junger Menschen“, erläutert der Hämatologe. © hil/aerzteblatt.de

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