NewsMedizinWie Cannabis das Gehirn des Feten schädigt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Wie Cannabis das Gehirn des Feten schädigt

Montag, 27. Januar 2014

Wien – Die Cannabisdroge THC kann nach Überwindung der Plazentaschranke die Entwicklung des fetalen Gehirns stören. Laut einer Studie im EMBO Journal (2014; doi: 10.1002/embj.201386035) werden – unter anderem im für das Gedächtnis wichtigem Hippocampus – weniger Verbindungen zwischen den Nervenzellen geschaffen.

Epidemiologische Studien haben den Cannabiskonsum von Schwangeren mit intra­uterinen Wachstumsstörungen in Verbindung gebracht. Es gibt auch Hinweise, dass die Kinder später häufiger unter Verhaltensstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten, Angst und Depressionen leiden und selber anfälliger für einen Drogenkonsum sind. Da viele Mütter neben Marihuana auch Alkohol, Nikotin und vielleicht noch andere Drogen konsumieren und die Kinder häufig in einem schwierigen Umfeld aufwachsen, lässt sich der Einfluss von Tetrahydrocannabinol (THC) schwer von anderen Noxen trennen.

Das Team um Tibor Harkany vom Zentrum für Hirnforschung an der Medizinischen Universität Wien kann jetzt an Mäusen zeigen, dass THC die Bildung von neuronalen Netzwerken im Cortex stört. Es kommt zu einer Wachstumsstörung von Axonen, die ihr Ziel nicht erreichen.

Anzeige

Dies könnte, so Harkany, eine direkte Folge der teilweise agonistischen Wirkung von THC am Endocannabinoid 1-Rezeptor sein. Dieser Rezeptor wird bereits in der Fetalzeit gebildet, was für eine funktionelle Bedeutung spricht, die aber derzeit erst ansatzweise verstanden wird.

Weitere Befunde zeigen, dass die THC-Exposition zu einer verminderten Bildung von Stathmin-2 führt. Dieses Protein bindet in der Nervenzelle an den Mikrotubuli, die an der Aussprossung der Axone beteiligt sind. Für Harkany ist dieses Protein für das Verständ­nis der schädlichen Wirkung von THC von zentraler Bedeutung.

Auch bei menschlichen Feten kommt es nach einer THC-Exposition zu einem Mangel an SCG10 in den Nervenzellen unter anderem des Hippocampus. Die Forscher können dies an Hirnpräparaten von Feten (nach elektiven Schwangerschaftsabbrüchen) zeigen. Die Ergebnisse liefern damit eine Erklärung für die klinisch beobachteten Entwicklungs­störungen, die in den epidemiologischen Studien mit einem Cannabis-Konsum in der Schwangerschaft in Verbindung gebracht wurden. © rme/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #660232
anandamid
am Sonntag, 2. Februar 2014, 09:01

Irreführung!!! Warum??????????Sooooooooo Krank,so dumm?

Bei den versuchen haben Sie Mäusen reines THC gegeben.Sowas kommt in der Natur nicht vor.
Schlussfolgerung der Studie ist.:Dronabinol(reines THC) sollte schwangeren Frauen nicht gegeben werden.
Laut einer Studie "Jamaika Study" von Dr.Melanie Dreher waren die Kinder von Müttern die Marihuana (ohne Tabak) geraucht hatten fitter.
Verbreiten Sie Bitte nicht solche Sachen unreflektiert.
Löschen Sie diesen dummen Artikel.Es ist zum kotzen!
Recherchieren Sie wer das finanziert hat .
Lernen sie was das Endocannabinoidsystem ist.Es ist eine Schande ,das die Ärzte die ich gefragt hatte was das Endocannabinoidsystem ist ,nichts davon wussten.
Im anderen Kommentar habe ich so viele Fehler,da Deutsch nicht meine Muttersprache ist und weil ich sooooooo empört und enttäuscht war/bin.
Gegen Übelkeit sollte schwangeren Frauen Cannabis verschrieben werden.
MFG
Avatar #660232
anandamid
am Freitag, 31. Januar 2014, 21:38

Reines THC kommt inder Natur nicht cor

Sie haben reines THC gegeben.

Sowas kommt in der Natur nicht vor.
in der "Jamaica Study" durchgeführt von Dr. Melanie Dreher.

Haben die Frauen Cannabisblüten die Bis zu 100 Cannabinoide und Terpene ..
Insgesammt 400 verschieden Sachen.

Die Kinder waren fitter als die Kinder deren Mütter Cannabis(Mrihuanna) benütz haben.

LG
Anandamid
LNS

Nachrichten zum Thema

15. Oktober 2020
Innsbruck – Das synthetische Cannabinoid Nabilon, das zur kurzzeitigen Behandlung der zytostatikainduzierten Übelkeit zugelassen ist, hat in einer Pilotstudie die nichtmotorischen Symptome von
Cannabinoid Nabilon lindert nichtmotorische Symptome bei Parkinson
7. Oktober 2020
Berlin – Die Lieferung von Medizinalcannabis aus deutschem Anbau an die Cannabisagentur verzögert sich wegen der Coronapandemie. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage
Lieferung von Medizinalcannabis verzögert sich
17. September 2020
Berlin – Im Rahmen einer offiziellen Gründungsveranstaltung wurde gestern der Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen e. V. (BPC) in Berlin vorgestellt. Der Verband, der sich als
Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen gegründet
1. September 2020
Berlin – Die Einfuhr von medizinischem Cannabis nach Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im
Einfuhr von medizinischem Cannabis deutlich gestiegen
20. August 2020
Frankfurt am Main – Die Cannabisagentur des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beauftragt die Cansativa GmbH mit Logistik- und Dienstleistungen für den Großhandel mit dem
BfArM erteilt Zuschlag für den Vertrieb von Cannabis
18. August 2020
Bath/England – Eine Behandlung mit Cannabidiol, einem nicht psychoaktiven Bestandteil der Cannabis-Pflanze, kann Patienten mit einer Cannabis-Abhängigkeit den Verzicht auf die Droge erleichtern, wie
Cannabisabhängigkeit: Cannabidiol kann Abstinenz erleichtern
13. August 2020
Ottawa – Die Inhaltsstoffe der Cannabisdroge, die über die Plazenta in den fetalen Kreislauf gelangen, könnten die vorgeburtliche Entwicklung stören. Zu den möglichen Folgen gehört nach einer Studie
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER