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Ärzteschaft

Wie man Wahrheit am Krankenbett vermittelt

Mittwoch, 29. Januar 2014

Berlin – Das Überbringen schlechter Nachrichten gehört zu den schwierigen und wenig geliebten Aufgaben im Krankenhaus. So war es noch bis in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hinein durchaus üblich, Patienten mit schweren, lebensbedrohlichen Erkrankungen nicht über ihren Gesundheitszustand aufzuklären (Dtsch Arztebl 2014; 111(5): A-162).

Wahrheit am Patientenbett: Nicht ob, sondern wie

Barmherzige Lüge versus Wahrheit am Krankenbett: Diese Kontroverse gibt es seit Bestehen der Heilkunde. Heutzutage lautet die entscheidende Frage in den meisten Fällen nicht ob, sondern wie eine Information dem Patienten übermittelt wird.

Erst in den vergangenen Jahrzehnten wandelte sich das Verständnis der Arzt-Patienten-Beziehung: weg vom bis dahin vorherrschenden ärztlichen Paternalismus hin zur Selbstbestimmung und Autonomie des Patienten. Heute geht es nicht darum, ob, sondern wie eine Information dem Patienten übermittelt wird.

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Die Aufgabe, schlechte Nachrichten überbringen zu müssen, ist damit allerdings keinesfalls einfacher geworden. Bis vor wenigen Jahren haben Generationen von Ärzten ihr Medizinstudium absolviert, ohne jemals das Gespräch mit Patienten extra zu trainieren.

Auch heute gehören praktische Kommunikationsübungen nicht überall verpflichtend zur Ausbildung. Hinzu kommt: Im modernen Klinikbetrieb müssen Ärzte oftmals unter Zeitdruck und an einem dafür nicht wirklich geeigneten Ort aufklären. Patienten und ihre Angehörigen sind die Leidtragenden.  © ank/aerzteblatt.de

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