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Gesundheitswesen bewegt sich

Donnerstag, 30. Januar 2014

Berlin – „Gemeinsam für mehr Gesundheit“ – unter diesem Motto startet ein kürzlich ins Leben gerufene „Laufteam Gesundheit“ beim kommenden Berliner Halbmarathon am 30. März 2014. Zum Warmlaufen gibt es ab Januar alle zwei Wochen lockere Trainingsrunden entlang der Spree oder durch den Tiergarten. Michael Weller, Leiter des Stabsbereichs Politik beim GKV-Spitzenverband und Mitinitiator des Laufteams Gesundheit, über die Überwindung des inneren Schweinehundes und die Suche nach Gleichgesinnten

5 Fragen an Michael Weller, „Laufteam Gesundheit“

DÄ: Wie kam es zum Laufteam Gesundheit?
Weller: Bereits vor einigen Jahren gab es einen Lauftreff von Freizeitsportlern aus dem Gesund­heitswesen. Nach wie vor sind einige Kolleginnen und Kollegen sehr laufinteressiert. Deshalb hat Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerz­gesellschaft, vor einigen Wochen den Anstoß gegeben, einen neuen Versuch zu starten und wieder ein Laufteam Gesundheit zu gründen. Da es motivierend ist, auf etwas hinzuarbeiten, haben wir den Berliner Halbmarathon am 30. März als Ziel ausgewählt und bereiten uns nun gemeinsam darauf vor.

DÄ: Wie schafft man es, sich trotz eines stressigen Jobs Zeit für das Laufteam zu nehmen?
Weller: Es ist in der Tat nicht immer einfach. Wichtig ist es, ein Ziel vor Augen zu haben. Und die Zeit bis zum 30. März ist überschaubar. Man verpflichtet sich also nicht, langfristig mitzulaufen. Es hilft auch, dass man einen festen Termin hat, an dem andere Laufpartner auf einen warten. So schafft man es regelmäßig, sich diesen Termin freizuschaufeln.

Man sollte sich auch klar machen, dass Fitness und Gesundheit im Job sehr wichtig sind. Je gesünder und leistungsfähiger man ist, desto besser bewältigt man lange Sitzungen und ist freier im Kopf für schwierige Aufgaben, die man im Job zu lösen hat.

DÄ: Wie bereitet man sich optimal auf einen Halbmarathon vor?
Weller: Bei einem solchen Ziel ist es auf jeden Fall sinnvoll, mindestens drei Laufeinheiten pro Woche zu absolvieren. Optimal wäre außerdem ein ergänzendes Programm, wie Gymnastik oder Schwimmen, um die Rumpfmuskulatur zu stärken. Ein gut trainierter Oberkörper hilft nämlich beim Laufen, Laufdynamik und Laufstilistik werden besser. Leider wird das von Manchen nicht ausreichend beachtet. Auch das Dehnen nach jeder Laufeinheit muss in Fleisch und Blut übergehen.

DÄ: Wer kann bei Ihrem Team mitmachen? Und ist nach dem Halbmarathon Schluss mit dem gemeinsamen Laufen?
Weller: Grundsätzlich sind alle Laufbegeisterten aus dem Gesundheitswesen herzlich willkommen, egal ob Ärzte, Psychologen, Apotheker, Pflegekräfte, Mitarbeiter von Krankenkassen oder Industrie, Verbänden und Organisationen, die sich mit Gesundheit und Gesundheitspolitik beschäftigen. Zwar ist das primäre Ziel, uns auf den Halbmarathon vorzubereiten.

Aber auch diejenigen, die einfach in einer Gruppe regelmäßig laufen möchten, weisen wir nicht ab. Allerdings sollten sie bereits über eine gewisse Laufsubstanz verfügen. Wir starten nämlich mit einer Strecke von zehn Kilometern in die Vorbereitung und steigern uns dann kontinuierlich. Für absolute Laufanfänger wird es schwierig sein, da mitzuhalten.

Ich würde es mir sehr wünschen, dass der gemeinsame Trainingstermin auch nach dem Halbmarathon beibehalten wird. Dann würden wir auch überlegen, ob es sinnvoll ist, die Gruppe für Laufanfänger zu öffnen.

DÄ: Beschränkt sich der Kontakt zwischen Laufpartnern auf das gemeinsame Laufen? Oder entsteht auch ein Netzwerk außerhalb des Sports?
Weller: Das primäre Ziel des Laufteams Gesundheit ist es, gemeinsam zu laufen und Gutes für die eigene Gesundheit zu tun. Aber das gemeinsame Laufen ist selbstverständlich ein verbindendes Element, das eine Netzwerkbildung begünstigt. Man kommt mit seinen Laufpartnern, die ja alle aus dem Gesundheitswesen kommen, regelmäßig ins Gespräch. Das kann helfen, andere Positionen und Sichtweisen besser zu verstehen.

So arbeite ich beispielsweise als Leiter des Stabsbereichs Politik beim GKV-Spitzenver­band nicht unmittelbar mit Patienten, kann mir aber sehr gut vorstellen, durch einen Laufpartner, der regelmäßig Patientenkontakt hat, tieferen Einblick in die Praxisarbeit und die alltägliche Patientenversorgung zu bekommen. Und umgekehrt entsteht möglicherweise auch größeres Verständnis für die Entscheidungsprozesse in der Politik und der Selbstverwaltung. © ank/aerzteblatt.de

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