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Studentenwerke fordert Erhöhung der BAföG-Sätze

Donnerstag, 30. Januar 2014

dpa

Berlin – 2012 haben im Jahresdurchschnitt 630.000 Studierende und Schüler BAföG erhalten, das sind 7,7 Prozent mehr als im Jahr 2010, dem letzten Berichtszeitraum. Die Zahl der BAföG-Empfänger hat damit den höchsten Stand seit 30 Jahren erreicht. Das geht aus dem 20. BAföG-Bericht hervor, den das Bundeskabinett gestern verabschiedet hat. Die Zahl der geförderten Studierenden stieg im Berichtszeitraum um 14 Prozent auf nunmehr 440.000. Insgesamt erhielten 28 Prozent der Studierenden im Jahr 2012 BAföG.

Gestiegen sind gegenüber 2010 auch die durchschnittlichen monatlichen Förderbeträge, und zwar bei den Studierenden um 2,8 Prozent von durchschnittlich 436 Euro im Jahr 2010 auf zuletzt 448 Euro im Jahr 2012, bei den Schülern im gleichen Zeitraum um 12,3 Prozent von 357 Euro auf zuletzt 401 Euro. Die Ausgaben von Bund und Ländern für das BAföG haben sich von 2,84 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 3,34 Milliarden Euro im Jahr 2012 erhöht.

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„Die Reformen von 2008 und 2010 tragen Früchte: Sie haben mehr Studierende und Schüler erreicht und ihnen spürbare Verbesserungen gebracht", sagte Bundes­bildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Das gelte besonders bei der Auslands­förderung und bei der Förderung ausländischer Schüler und Studierender. Fast 54.000 Studierende und Schüler bezogen im Jahr 2012 ihr BAföG im Ausland – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem letzten Bericht. Auch die Zahl der in Deutschland geförderten Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stieg gegenüber 2010 um elf Prozent auf fast 67.000.

Der neue BAföG-Bericht unterstreicht für das Deutsche Studentenwerk (DSW), wie dringend das BAföG erhöht werden müsse. „Bund und Länder müssen rasch eine konkrete BAföG-Novelle vorlegen, damit die seit 2012 überfällige Erhöhung nun endlich zum Wintersemester 2014/2015 kommt“, sagte DSW-Präsident Dieter Timmermann.

Konkret fordert das DSW, die Bezüge der BAföG-Empfänger um zehn und die Eltern­freibeträge um 7,5 Prozent zu erhöhen. „Mit Sorge“ beobachte er, dass die Geförderten­quote und auch der durchschnittliche Förderungsbetrag beim BAföG zuletzt leicht zurückgegangen seien, erläuterte Timmermann. „Umso dringender müssen sich Bund und Länder nun rasch auf eine BAföG-Erhöhung verständigen“, so sein Fazit.

Das BAföG wird vom Bund und den Ländern gemeinsam finanziert; der Bund trägt 65 Prozent der Kosten, die Länder tragen 35 Prozent. © hil/aerzteblatt.de

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