NewsÄrzteschaftKliniken fehlen mehr als drei Milliarden Euro jährlich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Kliniken fehlen mehr als drei Milliarden Euro jährlich

Freitag, 31. Januar 2014

dpa

Berlin – Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) fehlen deutschen Kliniken auch weiterhin jedes Jahr rund drei Milliarden Euro. Die von den Ländern bereitgestellten Investitionsmittel in Höhe von 2,72 Milliarden Euro lägen „weit unter dem Niveau, das notwendig wäre, die Kliniken auf einem modernen Stand zu halten“, warnte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Daran ändere auch die leichte Erhöhung der Landeszuschüsse um 110 Millionen Euro nichts. „Notwendig wären mindestens sechs Milliarden Euro“, verwies Baum.

Die fehlenden Mittel würden meist von den Krankenhausträgern aufgebracht und schlügen sich anschließend in Form von Zins- und Abschreibungslasten in den Bilanzen nieder. Die schlechte Finanzlage vieler Krankenhäuser sei deshalb nicht den Einrich­tungen, sondern vielmehr der Politik anzulasten. So schreibe das Gesetz vor, dass Fallpauschalen und Pflegesätze keine Investitionskostenanteile enthalten dürfen und die Länder ausreichend Investitionsmittel bereitstellen müssten.

Anzeige

„Es wird Zeit, dass Bund und Länder die hausgemachte Misere der Krankenhaus­finanzierung stoppen und sicherstellen, dass die unabweisbaren Betriebskosten der Krankenhäuser sowie die dringend notwendigen Investitionsausstattungen auch tatsächlich und bedarfsgerecht refinanziert werden", forderte der DKG-Chef. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

22. Oktober 2020
Hamburg – Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland weiß nicht, wie die Finanzierung der Kliniken geregelt ist: 58 Prozent denken, die Krankenhausträger wären für Investitionen allein zuständig, nur
Großteil der Bürger weißt nicht, wie sich Krankenhäuser finanzieren
9. Oktober 2020
Berlin – Der Bundesrat hat den Weg für eine Milliardenförderung der Krankenhäuser und die Coronaprämie für Pflegekräfte in den Kliniken frei gemacht. Das von der Länderkammer heute gebilligte
Bundesrat macht Weg für Krankenhausförderung und Coronaprämie frei
9. Oktober 2020
Düsseldorf/Münster – Die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe haben die von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) initiierte Reform der Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen (NRW)
Ärztekammern in NRW begrüßen Reform der Krankenhausplanung
6. Oktober 2020
Essen – Die wirtschaftlichen Probleme vieler deutscher Krankenhäuser werden sich spätestens ab dem Jahr 2022 weiter verschärfen. Das prognostizieren die Gesundheitsökonomen Boris Augurzky und
RWI: Finanzlage der Krankenhäuser wird sich verschlechtern
6. Oktober 2020
Berlin – Experten haben kritisiert, dass das Geld im stationären Sektor teils in die falschen Bereiche fließt. So rügte Katharina Thiede aus dem Vorstand des Think Tanks Twankenhaus, dass solidarisch
Zeitdruck im Krankenhaus entsteht durch falsch eingesetzte Mittel
5. Oktober 2020
Stuttgart – In Baden-Württemberg sind nach Auskunft des Sozialministeriums in den vergangenen zehn Jahren 30 Krankenhäuser geschlossen worden. Von ehemals 236 (2011) gab es zum Stichtag 1. Januar 2020
Weniger Krankenhausstandorte in Baden-Württemberg
1. Oktober 2020
Berlin – Krankenhäuser in strukturschwachen Regionen, die Fachabteilungen für Kinder- und Jugendmedizin vorhalten, können künftig einen Sicherstellungszuschlag erhalten. Das hat der Gemeinsame
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER