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Ärzteschaft

Hausärzte fordern Lehrstühle an allen Medizin-Fakultäten

Montag, 3. Februar 2014

Erlangen-Nürnberg – Der erste ordentliche Lehrstuhl für Allgemeinmedizin in Bayern hat Anfang Februar seine Arbeit aufgenommen. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) bei einem Festakt in der Orangerie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg am 30. Januar zur Berufung von Thomas Kühlein zum Lehrstuhlinhaber.

Geis erinnerte daran, dass der erste Lehrstuhl für Allgemeinmedizin bereits 1976 an der Medizinischen Hochschule Hannover eingerichtet wurde. Trotz des Stiftungslehrstuhls in München und jetzt des Lehrstuhls in Erlangen-Nürnberg habe Bayern weiterhin Nachholbedarf. „Lehrstühle für Allgemeinmedizin gehören an jede Universität“, bekräftigte Geis eine Forderung des BHÄV.

Die Festredner in Erlangen waren sich einig, dass das deutsche Gesundheitssystem einen langen Atem verlange. „Wir alle hier kämpfen seit Jahren für Lehrstühle für Allgemeinmedizin. Wir sind heute einen entscheidenden Schritt weitergekommen“, sagte Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer. Dass weitere Schritte schneller folgen müssen, betonte Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns: „Es ist höchste Zeit, dass etwas passiert. Wenn es immer so lange dauert, werden wir uns zwar bemühen, aber es wird zu spät kommen“, warnte er mit Hinblick auf den Ärztemangel besonders in der Allgemeinmedizin.

Handlungsbedarf bei der Bekämpfung des Ärztemangels sieht auch die Politik im Freistaat. „Hausärzte braucht das Land“, brachte es Melanie Huml, Bayerische Ministerin für Gesundheit und Pflege, auf den Punkt. © hil/aerzteblatt.de

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