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Kaufmännische Krankenkasse fordert mehr Stroke Units

Montag, 3. Februar 2014

dpa

Hannover – Mehr spezialisierte Schlaganfallabteilungen – Stroke Units – fordert die Kaufmännische Krankenkasse (KKH). „Insgesamt ist es erfreulich, dass der Anteil unserer Versicherten, die auf solchen Spezialstationen optimal versorgt werden, seit 2008 um 38 Prozent gestiegen ist“, sagte Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender Kasse. Doch sollte der Ausbau von Kliniken in Deutschland mit hoch qualifizierten, zertifizierten Stroke Units weiter vorangetrieben werden, damit Schlaganfallpatienten optimal versorgt werden, so der Kassenchef.

Laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erleiden pro Jahr bundesweit rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, 200.000 davon zum ersten Mal. Etliche Patienten sterben daran. „Angesichts der älter werdenden Gesellschaft ist in den kommenden Jahrzehnten mit einer weiteren Zunahme von Schlaganfallpatienten zu rechnen“, so Kailuweit. Eine optimale, flächendeckende Versorgung Betroffener gehöre daher „zu den Kernheraus­forderungen des Gesundheitswesens.“

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Derzeit sind in Deutschland rund 250 Kliniken mit diesen Spezialabteilungen ausge­stattet. Das entspricht laut der KKH in etwa der Hälfte aller Krankenhäuser mit neurologischer Fachabteilung. Bezogen auf die insgesamt 2.000 Krankenhäuser ist jedoch lediglich jedes achte mit einer Schlaganfallstation ausgestattet.

Hier werden Diagnostik und Therapie bei Schlaganfallpatienten umgehend eingeleitet mit dem Ziel, die Durchblutung der betroffenen Hirngebiete wieder herzustellen und einen erneuten Schlaganfall zu vermeiden. Die Behandlung erfolgt rund um die Uhr durch ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, Pflegepersonal, Physio-, Ergo- und Sprach­therapeuten.

Die Versorgung auf einer Stroke Unit erhöht laut der KKH die Überlebenschancen Betroffener sowie die Chancen, das Ausmaß der Gehirnschäden gering zu halten und so geistige wie körperliche Folgeschäden und bleibende Behinderungen zu vermeiden oder zumindest einzudämmen. „Patienten mit Verdacht auf einen Hirninfarkt oder eine Hirnblutung sind auf einer Stroke Unit am besten aufgehoben“, hieß es aus der Kasse. © hil/aerzteblatt.de

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