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Politik

Zahl der Behandlungsfälle 2012 nur leicht gesunken

Dienstag, 4. Februar 2014

dpa

Berlin ­ – Die Zahl der Behandlungsfälle im ambulanten Bereich ist von 2011 auf 2012 nur leicht von 8,23 auf 8,21 pro Patient gesunken. Für jeden Versicherten wurden im Jahr 2012 insofern pro Quartal Leistungen von etwas mehr als zwei unterschiedlichen Ärzten beziehungsweise Arztpraxen abgerechnet. Das geht aus dem Barmer-GEK-Arztreport hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde.

Im Durchschnitt suchte ein Versicherter im Jahr 2012 dem Report zufolge 3,38 unter­schiedliche Ärzte beziehungsweise Arztpraxen auf. 92 Prozent der Bevölkerung hat dabei mindestens einmal einen niedergelassenen Vertragsarzt aufgesucht – acht Prozent kontaktieren hingegen während des gesamten Jahres keinen einzigen Arzt. Leistungen von vier oder mehr unterschiedlichen Arztpraxen beanspruchten 55,6 Prozent der Bevölkerung. Elf Prozent der Versicherten suchten mehr als sechs unterschiedliche Ärzte auf.

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Die Autoren des  Arztreports weisen darauf hin, dass die Zahl der gesamten Arztkontakte im Jahr 2012 sich auf Basis der verfügbaren Routinedaten seit der Einführung der pauschalierten Vergütung im Jahr 2008 nicht mehr quantifizieren lasse.

Ein „Arzt-Hopping“ als Massenphänomen lasse sich für Deutschland ausschließen, so die Autoren weiter. Denn 60 Prozent der Patienten kontaktierten innerhalb des Jahres genau einen Hausarzt. Nur 3,2 Prozent kontaktierten vier oder mehr unterschiedliche Hausarztpraxen. Bei anderen Arztgruppen seien diese „Wechselraten“ noch geringer.

Allgemeinmediziner am häufigsten kontaktiert
Am häufigsten wurden im Jahr 2012 hausärztlich tätige Allgemeinmediziner kontaktiert: Von je 1.000 Versicherten konsultierten im vergangenen Jahr 643 Versicherte mindestens einmal einen Allgemeinmediziner und 260 einen hausärztlich tätigen Internisten. „Insgesamt entfielen 2012 mit einem Anteil von 33,9 Prozent mehr als ein Drittel aller abgerechneten Behandlungsfälle auf Hausärzte“, heißt es in dem Report.

376 je 1.000 Versicherte standen zudem in Kontakt mit einem Laborarzt, 262 kontaktierten einen Gynäkologen, 255 einen Augenarzt, 208 einen Radiologen und 196 einen Orthopäden. Es folgen Hautärzte (189 je 1.000 Versicherte), fachärztlich tätige Internisten (187), HNO-Ärzte (177), Chirurgen (143), Pathologen (138), Kinderärzte (117), Nervenärzte (106), Urologen (89) und Psychotherapeuten (23).

Die am häufigsten gestellten Diagnosen waren im Jahr 2012 essenzielle Hypertonie (bei 27 Prozent diagnostiziert), Rückenschmerzen (25 Prozent), spezielle Verfahren zur Untersuchung auf Neubildungen (24 Prozent), Akkomodationsstörungen und Refrak­tionsfehler (21 Prozent), Störungen des Lipoproteinstoffwechsels und sonstige Lipidä­mien (19 Prozent), akute Infektionen der oberen Atemwege (17 Prozent), Abklärung bei Personen ohne Beschwerden (17 Prozent) sowie kontrazeptive Maßnahmen (15 Prozent). 

Der Arztreport fußt nach Angaben der Barmer GEK auf 76,4 Millionen Behandlungs­fällen, 305 Millionen dokumentierten Diagnoseschlüsseln und 512 Millionen Abrechnungsziffern. © fos/aerzteblatt.de

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