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Jedes 100. Baby kommt mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt

Dienstag, 4. Februar 2014

Düsseldorf – Jedes 100. Baby kommt mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt – in Deutschland sind das mehr als 7.000 pro Jahr. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) hingewiesen. 2012 erfolgten laut der Fachgesell­schaft 5.593 kardiale Operationen angeborener Herzfehler, davon 83 Prozent mit Herz-Lungenmaschine am offenen Herzen.

In 14 Kliniken wurden jeweils mehr als 150 Operationen durchgeführt. Die DGPK begrüßt eine Konzentration der invasiv arbeitenden Zentren. Das bedeute zwar etwas längere Wege für die Eltern und Angehörigen, dafür aber auch eine erhöhte Routine und Sicherheit bei der Versorgung der Patienten.

„Angeborene Herzfehler sind die Erfolgsstory der letzten 30 Jahre“, sagte die Präsidentin der DGPK, Brigitte Stiller. In der gesamten Herzmedizin zeigten angeborene Herzfehler den prozentual stärksten Rückgang der Sterbeziffer: Von 21.942 stationären Fällen starben zuletzt 483, das entspricht zwei Prozent. Im Vergleich zu 1990 seien im Jahr 2011 sechzig Prozent weniger Menschen durch angeborene Fehlbildungen des Kreislauf­systems gestorben. Diese Verbesserung betreffe alle Altersgruppen, am stärksten jedoch die Säuglinge.

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„Hier verzeichnen wir nach 20 Jahren sogar 70 Prozent weniger Todesfälle“, so Stiller. Dank der verbesserten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten erreichen heute rund 85 bis 90 Prozent dieser Kinder das Erwachsenenalter. „So kann man in Zukunft von mehr als 200.000 Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) in Deutschland ausgehen“, sagte die DGPK-Präsidentin.

Zwölf überregionale zertifizierte EMAH-Zentren und eine regionale Schwerpunktklinik versorgten diese Patienten. In den Kliniken und Praxen gebe es 254 zertifizierte Ärzte, darunter 181 Kinderkardiologen und 73 Kardiologen. „Leider erlauben die Kranken­kassen noch nicht allen EMAH-zertifizierten Herzspezialisten die Abrechnung der erbrachten Leistung bei Patienten jenseits des 18. Lebensjahres“, kritisierte die Fachgesellschaft. Hier bestehe noch politischer Handlungsbedarf. © hil/aerzteblatt.de

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