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Medizin

Hepa­titis-C-Patienten oft unterversorgt

Mittwoch, 5. Februar 2014

Berlin – Nur etwa die Hälfte der diagnostizierten Patienten mit einer Hepatitis C hat in der Vergangenheit eine adäquate medikamentöse Behandlung erhalten. Die Ursachen dieses Behandlungsdefizits, sind vielfältig. Sie reichen von der „Angst des Patienten vor Therapie­nebenwirkungen“ bis zur „mangelnden Patienteneinsicht in die Behandlungs­notwendigkeit“. Das berichtet der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen (bng) auf der Basis von Daten des Deutschen Hepatitis-C-Registers.

Das Register hat der Berufsverband vor zehn Jahren aufgebaut. Es ermöglicht, die Epidemiologie der chronischen Hepatitis C in Deutschland flächendeckend darzulegen und die Behandlungsergebnisse in der realen Versorgungspraxis zu dokumentieren. „Dabei sind insbesondere auch Patientengruppen erfasst worden, die bisher in Europa kaum beschrieben waren“, hieß es aus dem Berufsverband.

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Aus der Analyse der Daten ergab sich eine Vielzahl von Behandlungskriterien, die zur Optimierung der individuellen Therapie beigetragen haben. Darüber hinaus konnten bisher nicht erkannte Medikamentennebenwirkungen festgestellt werden.

„Niemand hat erwartet, dass niedergelassene Fachärzte ein derartig erfolgreiches und international beachtetes Projekt zur Versorgungsforschung in Deutschland beitragen können“, sagte Dietrich Hüppe vom bng. Nach anfänglicher Skepsis hätten sich mittlerweile mehr als 600 Zentren dem Dokumentationsprojekt angeschlossen, darunter neben den Praxen niedergelassener Gastroenterologen auch Kliniken, HIV-Praxen und Suchtmediziner. © hil/aerzteblatt.de

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