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Politik

Gröhe will Kampf gegen Krebs verstärken

Donnerstag, 6. Februar 2014

Berlin – Die Bundesregierung will den Kampf gegen Krebserkrankungen in Deutschland verstärken. Alle Bundesländer wollten mit Unterstützung des Bundes klinische Krebs­register einführen, so dass eine flächendeckende Abdeckung geschaffen werde, teilte das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium heute in Berlin mit. Mit dem im April letzten Jahres in Kraft getretenen Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz soll war der bundesweite Aufbau klinischer Krebsregister beschlossen worden. Sie sind ein Baustein des Nationalen Krebsplans, den das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium bereits 2008 mit der Krebshilfe und anderen Fachverbänden erarbeitet hatte.  

Bis Mitte nächsten Jahres könnten die meisten Länder die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen haben. In den klinischen Krebsregistern werden Daten zur Behandlung und zum Verlauf der Erkrankung erfasst, die dann anonymisiert bundesweit verglichen und ausgewertet werden können. Epidemiologische Krebsregister existieren bereits in allen Bundesländern; sie umfassen beispielsweise Daten zu Sterbefällen.

Der Bild-Zeitung vom Donnerstag sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU), Deutschland habe im internationalen Vergleich eine sehr gute Krebsversorgung. Um noch besser zu werden, sollten wichtige Empfehlungen aus dem Nationalen Krebs­plan umgesetzt werden. Zudem solle verstärkt zu Früherkennungs-Unter­suchungen für Darm- und Gebärmutterhalskrebs aufgerufen werden. „Je früher Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Heilungschancen“, sagte Gröhe.

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„Einladeverfahren wie bei der Brustkrebsvorsorge haben sich bewährt. Deshalb wollen wir künftig auch persönlich zur Darmkrebs- und Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung einladen.“

Die Welt­gesund­heits­organi­sation hatte vor einem weltweiten Anstieg der Krebser­krankungen um 40 Prozent bis 2025 gewarnt. Gröhe sagte dazu: „Wir nehmen die Forschungsergebnisse sehr ernst. Der deutliche Anstieg von Krebserkrankungen hat zum Teil mit der gestiegenen Lebenserwartung zu tun, die ja an sich erfreulich ist. Außerdem spielen Rauchen und Alkoholmissbrauch, Bewegungsmangel und falsche Ernährung eine Rolle.“ Deshalb solle ein Schwerpunkt auf der Vorsorge liegen. © kna/aerzteblatt.de

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