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Kombination von SPECT und Ultraschall für die Schilddrüsen­untersuchung

Donnerstag, 6. Februar 2014

Jena – Eine Kombination von Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (SPECT) – sie erzeugt dreidimensionale Szintigraphiebilder – und normalem Ultraschall für die Schilddrüsendiagnostik ist möglich und sinnvoll. Das berichten Nuklearmediziner des Universitätsklinikums Jena nach einer Machbarkeitsstudie im Journal Radiology (doi 10.1148/radiol.14132415). Die sogenannte Hybridbildgebung ist die Kombination sich ergänzender Bildgebungsverfahren in einem Untersuchungsvorgang.

Am bekanntesten ist die als PET/CT bezeichnete Verbindung von Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomographie (CT), die seit gut zehn Jahren vor allem in der Krebsdiagnostik eingesetzt wird. „Allen diesen Gerätekombinationen gemeinsam ist die exakte Verknüpfung nuklearmedizinischer Bildgebung, die hochempfindlich Stoffwechselvorgänge sichtbar macht, aber keine gute räumliche Auflösung hat, und radiologischer Verfahren, die anatomische Strukturen detailliert darstellen können“, erklärte Martin Freesmeyer, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Universitäts­klinikum Jena. So ließen sich krankhafte Befunde zweifelsfrei einem Organ zuordnen.

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Thomas Opfermann und Thomas Winkens koppelte er mit dem Ultraschall und der SPECT-Bildgebung, liefert, zwei Standardverfahren der Schilddrüsendiagnostik. Dafür bestimmten die Nuklearmediziner mit einer handgeführten Gamma-Kamera die Anreicherung radioaktiv markierter Substanzen in der Schilddrüse und überlagerten den so entstandenen SPECT-Datensatz mit der unmittelbar im Anschluss gemachten Ultraschallaufnahme.

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Der Schlüssel für die räumlich korrekte Überlagerung der Bilddatensätze in Echtzeit waren Positionsmarkierungen und ein optisches Navigationssystem. Bei 18 von 34 Patienten stimmten die Aufnahmen sehr gut überein, bei den anderen ergab die Fusion kleinere Abweichungen im Millimeterbereich. „Damit konnten wir die prinzipielle Mach­barkeit einer Hybridbildgebung aus Ultraschall und SPECT nachweisen“, so Freesmeyer. Er ist sich sicher: „Ein mobiles Hybridsystem hätte ein breites Anwendungsfeld“, so der Nuklearmediziner. © hil/aerzteblatt.de

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