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Politik

Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Baden-Württemberg

Donnerstag, 6. Februar 2014

Stuttgart – Baden-Württemberg wird die Versorgungsstrukturen für Kinder und Jugend­liche mit psychiatrischen Erkrankungen ausbauen. Das hat die Sozialministerin des Landes, Katrin Altpeter (SPD), angekündigt.

Das Land werde Fördermittel für 85 zusätzliche teilstationäre Plätze in Tageskliniken und zehn vollstationäre Betten in Kliniken bereitstellen, sagte sie heute bei der Einweihung einer neuen Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ludwigsburg. Statt 835 werden dann 930 Betten und Plätze in Kliniken und Tageskliniken zur Verfügung stehen, das entspricht einem Plus von elf Prozent.

„Bei immer mehr Kindern und Jugendlichen wird eine psychische Erkrankung diagnostiziert. Mit dem Ausbau der Kapazitäten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie will ich sicherstellen, dass die Patienten wohnortnah und ohne lange Wartezeiten die für sie bestmögliche Therapie erhalten“, so die Ministerin.

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Gegenwärtig werden in Baden-Württemberg an 32 Standorten 586 stationäre Betten und 249 teilstationäre Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinder- und Jugendpsychotherapie angeboten.

Nach einer Umfrage des Sozialministeriums von 2012 hat die Krankenhausbehandlung von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg deutlich zugenommen. Während 2008 etwa 4.430 Fälle stationär behandelt wurden, waren es 2012 bereits 5.916 Fälle. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der teilstationären Behandlungen von 950 auf 1.541 Fälle an.

Mit Abstand am häufigsten diagnostiziert wurden „Verhaltens- und emotionale Störungen in der Kindheit und Jugend“. Der größte Anteil der behandelten Kinder und Jugendlichen war zwischen 11 und 15 Jahren alt, die 16- bis 18‑Jährigen folgten als zweitgrößte Gruppe. © hil/aerzteblatt.de

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