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Politik

Krankenkassen schütten Prämien in Millionenhöhe aus

Freitag, 7. Februar 2014

Hannover/Hamburg – Die KKH Kaufmännische Krankenkasse und die DAK-Gesundheit lassen sich das gesundheitsbewusste Verhalten ihrer Versicherten etwas kosten. So hat die KKH im vergangenen Jahr ihren Mitgliedern 16,6 Millionen Euro zurückgezahlt. Die DAK kündigte an, allein für 2013 Prämien in Höhe von 15 Millionen Euro auszuschütten.

Insgesamt belohnte die KKH nach eigenen Angaben  mehr als 300.000 Versicherte für ihr gesundheitsbewusstes Verhalten. So nahmen etwa 155.000 Versicherte an dem Programm „Pro Boni Basis“ teil. Hier erhalten sie einen jährlichen Sofortbonus von 30 Euro, wenn sie innerhalb von 12 Monaten drei Gesundheitsmaßnahmen nachweisen können. Dazu zählt die aktive Mitgliedschaft im Sportverein ebenso wie beispielsweise die Teilnahme an bestimmten Vorsorgeuntersuchungen oder qualitätsgeprüften Präventionskursen.

Für Familien besonders attraktiv zeigte sich der Kinderbonus, so die KKH. Hier können Eltern bis zur Volljährigkeit ihrer Kinder insgesamt 1.800 Euro kassieren, wenn ihre Kinder etwa regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen oder ein Sportabzeichen machen. Im vergangenen Jahr waren 115.000 Kinder und Jugendliche in diesem Programm eingeschrieben.

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„Mit unseren Bonusprogrammen setzen wir ganz bewusst darauf, finanzielle Anreize für eine gesunde Lebensführung zu schaffen“, sagte DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher.  „Das zahlt sich für die Versicherten doppelt aus: mit Gesundheit und Prämienzahlungen.“ Dieses Angebot nahmen im letzten Jahr immerhin 700.000 DAK-Versicherte in Anspruch.

Besonders beliebt ist der Kasse zufolge dabei der „Gesund-Aktivbonus“ für Familien mit über 550.000 Teilnehmern. In diesem Bonusprogramm gibt es Barprämien für aktive Gesund­heits­förder­ung und sportliche Leistungen aller Familienmitglieder. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Teilnehmerzahl um 25.000. „Dieses Plus zeigt, wie gerade junge Familien unser Angebot nutzen“, so Rebscher. © hil/aerzteblatt.de

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