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Vermischtes

Versorgungswerk Klinikrente: Gesamtverzinsung unverändert bei 4,3 Prozent

Montag, 10. Februar 2014

Köln – Das Branchenversorgungswerk für Betriebsrenten in der Gesundheitswirtschaft, die Klinikrente, hat im Jahr 2013 eine unveränderte Gesamtverzinsung auf die Sparanlagen ihrer Kunden in Höhe von 4,3 Prozent erzielt. „Nur wenige Gesellschaften haben die Überschussbeteiligung für das Jahr 2014 unverändert auf einem überdurch­schnittlichem Niveau belassen“, sagte Hubertus Mund, Geschäftsführer der Klinikrente. Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase sei der Druck auf die Überschussbeteiligung groß und bleibe auch prinzipiell weiter bestehen.

Neben der Zusatzversorgung über die Zusatzversorgungskassen (ZVK) oder die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) können Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttolohns in eine betriebliche Altersversorgung investieren. Für jene, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, wurde 2002 per Gesetz ein Rechtsanspruch auf eine solche „Entgeltumwandlung“ eingeführt, verbunden mit einer staatlichen Förderung. Für Ärzte, die über Versorgungswerke rentenversichert sind, gilt dieser Rechtsanspruch jedoch nicht.

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Deshalb ist es wichtig, den Anspruch über Tarifverträge oder Dienstvereinbarungen zur Entgeltumwandlung herzustellen. Ist dies der Fall, funktioniert die Entgeltumwandlung recht einfach: Der Arbeitnehmer trifft mit seinem Arbeitgeber die Vereinbarung, dass sich das Bruttoeinkommen um einen bestimmten Betrag verringert. Diesen Betrag zahlt der Arbeitgeber direkt in einen Vorsorgevertrag zugunsten des Arbeitnehmers ein.

In den Krankenhäusern erfolgt die Entgeltumwandlung häufig über eine Pensionskasse. Dazu zählen auch die öffentlichen oder kirchlichen Zusatzversorgungskassen. Oft wird die Entgeltumwandlung auch über den Durchführungsweg Direktversicherung angeboten, relativ selten über Pensionsfonds. Diese drei Formen kann man als „Standardwege“ der Entgeltumwandlung bezeichnen.

Neben den drei Standardwegen gibt es zwei weitere Durchführungswege: die Unterstützungskasse (kurz: U-Kasse) und die Pensionszusage. In diesen Fällen kann neben den klassischen Angeboten für Kliniken auch die Branchenlösung Klinikrente genutzt werden, die die Entgeltumwandlung in eine U-Kasse anbietet. Dieses bundesweit agierende Versorgungswerk wird inzwischen von mehr als 2.100 Unternehmen der Gesundheitswirtschaft genutzt. Allein 2013 hätten sich 198 Unternehmen neu für eine Mitgliedschaft entschieden, berichtet Geschäftsführer Mundt.

Die Kapitalanlage verteilt das Geld auf mehrere Lebensversicherer: Unter Federführung der Allianz tragen DBV-Winterthur, Deutsche Ärzteversicherung, Generali und Swiss Life das Versorgungswerk gemeinsam. © JF/aerzteblatt.de

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