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Politik

Gutachten bescheinigt Universitätsklinikum Heidelberg hohe Wirtschaftskraft

Montag, 10. Februar 2014

Heidelberg – Neben der Bedeutung für die Versorgung sind das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät Heidelberg auch volkswirtschaftlich wichtig. Für jeden staatlich investierten Euro fließen drei Euro zurück in die Kassen von Bund, Ländern und Ge­mein­­den. So sorgt die Uniklinik für ein vermehrtes Steueraufkommen und für Arbeits­plätze in der Stadt Heidelberg, der Rhein-Neckar-Region, Baden-Württemberg und in ganz Deutschland.

Das zeigt eine Studie der Forschungsgruppe Marktorientierte Unternehmensführung der Technischen Universität Dresden unter Federführung von Armin Töpfer. Danach zieht jeder der rund 10.000 Arbeitsplätze in Klinikum und Fakultät fast doppelt so viele weitere Arbeitsplätze in Deutschland nach sich.

„Die wirtschaftliche Bedeutung der Hochschulmedizin wird unterschätzt“, erklärte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg. Bei künftigen Entscheidungen über staatliche Zuschüsse für Forschung und Lehre sowie Investitions­maßnahmen sollte die Politik die positive Wirtschaftskraft der Hochschulmedizin berücksichtigen.

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Die Studienautoren kommen unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

  • Allein die Stadt Heidelberg und der Rhein-Neckar-Kreis profitieren von einem Gemeindesteueraufkommen von 23 Millionen Euro, 5.600 Arbeitsplätzen sowie einer Wertschöpfung von 770 Millionen Euro.  
  • Das Land Baden-Württemberg hat 2011 Zuschüsse von 169,5 Millionen Euro in das Uniklinikum Heidelberg und die Medizinische Fakultät investiert. Der Rückfluss an Steuergeldern an das Land beträgt daraus 151,8 Millionen Euro, bundesweit sind es 484,6 Millionen Euro.
  • Sinkende Investitionen des Landes führen zu Steuerausfällen, dem Verlust von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in Baden-Württemberg und ganz Deutschland.
  • „Diese Studie belegt, dass medizinische Fakultäten und Universitätsklinika heute nicht mehr nur als öffentliche Einrichtungen wahrgenommen werden dürfen, die viel Geld kosten. Sie sind vielmehr bedeutende Wirtschaftsmotoren, bei denen jeder Euro gut investiert ist“, sagte Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg.
© hil/aerzteblatt.de
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