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Politik

Drogenbeauftragte warnt vor extremer Internetnutzung

Montag, 10. Februar 2014

dpa

Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat vor den Risiken übermäßiger Internetnutzung vor allem für Jugendliche gewarnt. Wer extrem lange und zu oft im Netz sei, könne „die Kontrolle über den eigenen Internetgebrauch verlieren“, erklärte Marlene Mortler (CSU) heute in Berlin anlässlich des „Safer Internet Day". Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verbringen zwölf- bis 17-jährige Jungen im Durchschnitt mehr als 16 Stunden pro Woche mit Computerspielen und Internetangeboten. Bei den gleichaltrigen Mädchen sind es knapp elf Stunden.   

„Bei etwa 3,2 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen in Deutschland kann derzeit von einer exzessiven Nutzung von Internetangeboten und Computerspielen ausgegangen werden“, erklärte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Daraus könnten massive persönliche Probleme und Belastungen entstehen. Der „Safer Internet Day" ist ein Aktionstag, der das Thema Datenschutz ins Bewusstsein der Verbraucher bringen soll.   

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Die Medieninitative „Schau hin!" rät anlässlich des Aktionstages Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern geeignete Chaträume auszuwählen und die Kinder über Risiken aufzuklären. „Es ist wichtig, dass Eltern die Übersicht behalten, welche Communitys ihr Kind nutzt und mit wem es sich austauscht“, erklärte Medienexpertin Kristin Langer. Nicht alle seien kindgerecht, sondern missachteten den Datenschutz und böten nicht den notwendigen Schutz vor Belästigungen.  

Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Manuela Schwesig (SPD) betonte, ein Leben ohne Internet und mobile Kommunikation sei für die meisten Kinder und Jugendlichen heute unvorstellbar. „Eltern und Lehrer, aber auch die Politik sollte ihnen dort Hilfestellung geben, wo sie es brauchen“, erklärte die Ministerin. © afp/aerzteblatt.de

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