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Ambulante spezialfachärztliche Versorgung Onkologie schnell umsetzen

Montag, 10. Februar 2014

München – Der Bundesverband ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) fordert, die ASV in der Onkologie schnell umzusetzen. Hintergrund ist, dass laut dem Weltkrebsbericht der Welt­gesund­heits­organi­sation die Tumorerkrankungen in den kommenden 15 Jahren weiter zunehmen werden. „Ärztlich hoch motivierte Kollegen in Praxen und Kliniken stehen in den Startlöchern. Ihnen fehlen aber Planungssicherheit und Transparenz – so steht beispielsweise immer noch nicht fest, wie die ASV-Leis­tungen künftig vergütet werden“, kritisierte der Vorstandsvorsitzender des Bundes­verbandes ASV, Axel Munte.

Der neue Versorgungsbereich der ASV soll niedergelassene Spezialisten und qualifi­zierte Kliniken stärker verzahnen und bessere Rahmenbedingungen für die ambulante Behandlung von Patienten mit schweren oder seltenen Erkrankungen schaffen. Die gesetzlichen Grundlagen der ASV standen bereits Anfang 2012 zur Verfügung.

Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss hatte Ende 2013 die Teilnahmevoraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Behandlung der Tuberkulose in der ASV beschlossen. Der Beschluss zu den Magen-Darm-Tumoren war verschoben worden und ist nun für den 20. Februar vorgesehen. Voraussichtlich kann die ASV für diese beiden Krankheits­bilder Anfang April dieses Jahres beginnen. „Wir beobachten mit Besorgnis, dass in den politischen Diskussionen die sinnvolle Grundidee der ASV gefährdet wird, Patienten vernetzt und sektorenübergreifend durch Spezialisten zu versorgen.

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Besitzstände der Standesorganisationen scheinen in etlichen Punkten die Interessen der Patientenversorgung zu überwiegen“, kritisierte Wolfgang Abenhardt, Vorstand des Bundesverbandes ASV. Ein Beispiel dafür sei, dass der Gemeinsame Bundes­aus­schuss die Anbieter nicht verpflichte, eine standardisierte elektronische Falldokumentation für die ASV einzuführen.

„Da die ASV-Behandlung zwingend durch ein interdisziplinäres Team erfolgen muss, ist eine solche Fallakte unverzichtbar. Andernfalls erhält man mangelnde Transparenz der Behandlung und evaluiert wie bisher fragwürdige Routinedaten“, kritisierte Munte. © hil/aerzteblatt.de

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