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Ausland

Ärzte ohne Grenzen: Sicherheitslage im Südsudan bleibt dramatisch

Dienstag, 11. Februar 2014

Juba – Knapp drei Wochen nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Südsudan bleibt die Lage in Teilen des Krisenlandes dramatisch. Ein Team von Ärzte ohne Grenzen (MSF) harre bereits seit zwei Wochen in der Wildnis aus, nachdem es mit zahlreichen Patienten aus der Stadt Leer im ölreichen Bundesstaat Unity geflohen sei, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag mit. „Das Team kann ihre Wundverbände wegen fehlen­den Nachschubs nicht mehr wechseln, auch die Medikamente gehen aus“, hieß es.

In dem ostafrikanischen Land toben seit Mitte Dezember schwere, auch ethnisch moti­vierte Kämpfe. Dabei stehen sich Anhänger von Präsident Salva Kiir und Rebellen, die Ex-Vizepräsident Riek Machar nahestehen, gegenüber.

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Die MSF-Mitarbeiter berichteten von einer immer schlechter werdenden Sicherheitslage, die sie weiter in die Wälder getrieben habe. „Die Situation ist chaotisch. Die spora­dischen Berichte unserer Mitarbeiter zeigen uns, dass sie sich in einer verzweifelten Lage befinden“, sagte der örtliche Programmleiter Raphael Gorgeu.

Einer der Mitarbeiter, der sich außerhalb von Leer versteckt hält, erklärte, die Menschen würden aus lauter Not verdrecktes Wasser aus einem Fluss trinken. Bereits jetzt litten viele an Durchfall, Atemweginfektionen und Malaria – Erkrankungen, die direkt auf die schwierigen Lebensbedingungen zurückzuführen seien. © dpa/aerzteblatt.de

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