NewsAuslandÄrzte ohne Grenzen: Sicherheitslage im Südsudan bleibt dramatisch
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ärzte ohne Grenzen: Sicherheitslage im Südsudan bleibt dramatisch

Dienstag, 11. Februar 2014

Juba – Knapp drei Wochen nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Südsudan bleibt die Lage in Teilen des Krisenlandes dramatisch. Ein Team von Ärzte ohne Grenzen (MSF) harre bereits seit zwei Wochen in der Wildnis aus, nachdem es mit zahlreichen Patienten aus der Stadt Leer im ölreichen Bundesstaat Unity geflohen sei, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag mit. „Das Team kann ihre Wundverbände wegen fehlen­den Nachschubs nicht mehr wechseln, auch die Medikamente gehen aus“, hieß es.

In dem ostafrikanischen Land toben seit Mitte Dezember schwere, auch ethnisch moti­vierte Kämpfe. Dabei stehen sich Anhänger von Präsident Salva Kiir und Rebellen, die Ex-Vizepräsident Riek Machar nahestehen, gegenüber.

Anzeige

Die MSF-Mitarbeiter berichteten von einer immer schlechter werdenden Sicherheitslage, die sie weiter in die Wälder getrieben habe. „Die Situation ist chaotisch. Die spora­dischen Berichte unserer Mitarbeiter zeigen uns, dass sie sich in einer verzweifelten Lage befinden“, sagte der örtliche Programmleiter Raphael Gorgeu.

Einer der Mitarbeiter, der sich außerhalb von Leer versteckt hält, erklärte, die Menschen würden aus lauter Not verdrecktes Wasser aus einem Fluss trinken. Bereits jetzt litten viele an Durchfall, Atemweginfektionen und Malaria – Erkrankungen, die direkt auf die schwierigen Lebensbedingungen zurückzuführen seien. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. Oktober 2020
Tegucigalpa/Freiburg – Ein Mitarbeiter der Caritas und zwei seiner Angehörigen sind in Honduras ermordet worden. Sie seien Ende September auf offener Straße von einem Unbekannten erschossen worden,
Caritas-Mitarbeiter und Angehörige in Honduras erschossen
12. Oktober 2020
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Staatengemeinschaft zu einem entschiedeneren Kampf gegen den Hunger in der Welt aufgefordert. Das erklärte Ziel sei es, den Hunger bis 2030
Merkel wünscht sich mehr Anstrengungen im Kampf gegen Hunger in der Welt
12. Oktober 2020
Berlin – Die Welthungerhilfe befürchtet eine drastische Zunahme von Hunger und Armut weltweit durch die Coronapandemie. Besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien sei die Situation schon
Welthungerhilfe: Corona ist „Brandbeschleuniger“ für Hunger
12. Oktober 2020
Mexiko-Stadt – In einem Lager für Einwanderer in den USA sind nach Erkenntnissen der mexikanischen Behörden mindestens zwei Frauen ohne ihre Zustimmung operiert worden. Eine der beiden Mexikanerinnen
Mexiko: Frauen in US-Auffangzentrum ohne Zustimmung operiert
21. September 2020
New York – Die Coronapandemie verschlechtert Hilfsorganisationen zufolge die weltweite Ernährungslage. Vor den Veranstaltungen zum 75. Geburtstag der Vereinten Nationen in New York forderte die
Hilfsorganisationen warnt vor Verschärfung der Ernährungskrise
21. September 2020
Berlin – Deutsche Flüchtlingshelfer im Mittelmeer haben den italienischen Behörden Schikane vorgeworfen. Das Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ werde unter „fadenscheinigen Bedingungen“ am Auslaufen im
Italien setzt „Sea-Watch 4“ in Palermo fest
21. September 2020
Lesbos – Die akute Krise der obdachlos gewordenen Migranten auf der griechischen Insel Lesbos ist nach Aussagen des stellvertretenden Migrationsministers Notis Mitarakis erst einmal vorbei. „Wir haben
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER