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Politik

Regina Klakow-Franck: Die Effekte von Pay for Performance werden überschätzt

Dienstag, 11. Februar 2014

Köln – „Die Effekte, die die Politik von ,Pay for Performance‘ erwartet, werden über­schätzt“, meint Regina Klakow-Franck mit Blick auf diesbezügliche Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag zur Vergütung von Krankenhausleistungen. Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt betont Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA), dass faire Qualitätsvergleiche zwischen Krankenhäusern nur nach aufwendiger Risikoadjustierung machbar seien.

Den Koalitionären wirft sie vor, mit der qualitätsorientierten Vergütung weniger die Qualitätsverbesserung als vielmehr die Strukturbereinigung der Krankenhauslandschaft im Sinn zu haben. Für sie stellt „Pay for Performance“ nur einen Baustein in einem Qualitätsprogramm für Krankenhäuser dar und kann die notwendige Weiterentwicklung der Krankenhausplanung nicht ersetzen.

Interview mit Dr. med. Regina Klakow-Franck: „Die Beteiligten müssen mit im Boot sein“

Pay for Performance, Zweitmeinung, Qualitätsinstitut – die Politik hat sich einiges vorgenommen, um die Qualität im Krankenhaus zu verbessern. Wie beurteilt der Gemeinsame Bundes­aus­schuss diese Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag? 19 000 Tote durch Fehler im Krankenhaus – mit diesen Zahlen ist die AOK kürzlich herausgekommen.

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Das neue Qualitätsinstitut dürfe nicht in Konkurrenz oder als Ersatz für den G-BA geschaffen werden, meint die G-BA-Unparteiische. Der Aufbau einer Behörde für Verbraucherschutz im Krankenhaus wäre ein absoluter Paradigmenwechsel. Damit würde man das, was in den vergangenen Jahren bei der stationären Qualitätssicherung unter Einbeziehung aller Beteiligten aufgebaut worden sei, abbrechen.

Klakow-Franck: „Die Beteiligten müssen mit im Boot sein. Will man faire und vergütungsrelevante Qualitäts­vergleiche, sollte man etwas präsentieren, was an der Versorgungsbasis auch akzeptiert wird.“ © TG/aerzteblatt.de

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