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KBV-Vorstands­kandidat Gassen: „Wir müssen einen Neuanfang starten“

Mittwoch, 12. Februar 2014

Andreas Gassen /Lopata

Köln – Einen Neuanfang im Vorstand und in der Vertreterversammlung der Kassen­ärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat Andreas Gassen im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt gefordert. Der stellvertretende Vorsitzende der KBV-Vertreter­versammlung stellt sich am 28. Februar zur Wahl um die Nachfolge von KBV-Vorstand Andreas Köhler, der Mitte Januar aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt angekündigt hatte. Die Fachärzte in der Vertreterversammlung unterstützen Gassens Kandidatur.

Die KBV-Gremien waren in den letzten Monaten von Konflikten zwischen Haus- und Fachärzten geprägt. Gassen hat vor kurzem eine Denkschrift mitunterzeichnet, die die jüngsten Auseinandersetzungen als „zutiefst destruktiv“ kritisiert. Die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen seien die einzigen Organisationen, die für die Gesamtheit der ambulant tätigen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten sprechen könnten, heißt es darin. Eine Trennung in „rein hausärztlich“ und „rein fachärztlich“ sei in Strukturfragen nicht möglich. Mit einem solchen Trennungsantrag war ein Teil der hausärztlichen Mitglieder in der KBV-Vertreterversammlung Anfang November gescheitert. Die Vorstellungen haben dennoch Eingang in den Koalitionsvertrag von Union  und SPD gefunden.

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Das Gespräch mit Dr. med. Andreas Gassen, Vorsitzender des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands: „Man darf sich nicht auf Fundamentalpositionen verkämpfen“

Der KBV-Vorstandskandidat über die Notwendigkeit, fachärztliche Interessen zu bündeln, das Verhältnis zwischen Haus- und Fachärzten und die Bedeutung der Selbstverwaltung Dr. med. Andreas Gassen stellt sich zur Wahl. Am 28. Februar wird die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), deren stellvertretender Vorsitzender er ist, darüber entscheiden...

Gassen hält diesen Ansatz für nicht zielführend. „Wir müssen innerhalb der Körperschaft zu einem vernünftigen Interessenausgleich finden und mit einer KBV-Linie Gesundheitspolitik machen, die Haus- und Fachärzten nützt.“ Zumal er im Alltag keinen strukturellen Konflikt zwischen den Fachgruppen erkennen könne. Haus- und Fachärzte arbeiteten in der Regel gut zusammen, was die Voraussetzung für eine gute und koordinierte Patientenversorgung sei.

Auch innerhalb des KBV-Vorstandes muss jetzt nach Ansicht von Gassen eine Konsenslinie gefunden werden. „Man darf sich nicht auf irgendwelchen Fundamental-Positionen verkämpfen.“ Grundsätzlich gelte für KV- und KBV-Vorstände, dass man in einem Amt in einer Körperschaft nun einmal nicht eins zu eins die Berufspolitik seines Verbandes umsetzen könne.

Sollte Gassen Ende Februar in den KBV-Vorstand gewählt werden, wird er dort, wie Köhler fachärztliche Interessen vertreten. Noch ist der Orthopäde aus Düsseldorf der einzige Kandidat, der zur Wahl steht. Theoretisch können Interessenten aber auch noch am Tag der Wahl ihren Hut in den Ring werfen.

Ob am 28. Februar auch über den Vorstandsvorsitz abgestimmt wird, steht noch nicht fest. Denn dem Vernehmen nach wird über einen erneuten Vorstoß diskutiert, den KBV-Vorstand auf drei aufzustocken. Es gäbe dann neben einem hausärztlichen und einem fachärztlichen Vorstand noch einen für Verwaltungsangelegenheiten. Dazu ist allerdings eine Satzungsänderung erforderlich. Nach den jüngsten Querelen dürften die Sympathien für diese Änderung aber gewachsen sein. © HK/aerzteblatt.de

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