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Krankenkasse gegen bariatrische Operationen bei Kindern und Jugendlichen

Dienstag, 11. Februar 2014

Hamburg – Gegen bariatrische Operationen bei Kindern und Jugendlichen hat sich die Krankenkasse hkk zusammen mit Bernard Braun vom Bremer Institut für Arbeitsschutz und Gesund­heits­förder­ung (BIAG) und dem Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) der Uni­versität Bremen ausgesprochen. Bisher gebe es keine unabhängigen und methodisch hochwertigen Studien über die Auswirkungen der Eingriffe, erläuterte Braun bei der Vorstellung einer Studie zur Behandlung von adipösen Kindern.

Eine Übertragung der Studienergebnisse von Erwachsenen sei unzulässig, denn bei Kindern und Heranwachsenden gelten andere Anforderungen. „Kinder und Jugendliche treffen die Entscheidung für eine Operation am gesunden Organ nicht selbst“, meinte auch die Ernährungswissenschaftlerin Gisela Ullrich bei der Vorstellung der hkk-Studie. Wachstumsstörungen und Mangelerscheinungen könnten die Folge eines derartigen Eingriffes sein.

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Für die Studie hatte Braun Daten von 74.858 hkk-versicherten Kindern und Jugend­lichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres aus den Jahren 2011 und 2012 ana­lysiert. Danach ist Adipositas in den meisten Fällen nicht allein die Folge von indivi­duellem Fehlverhalten, der sozialen Verhältnisse oder der Aufnahme beziehungs­weise Nichtaufnahme bestimmter Nahrungsmittel, sondern eine über längere Zeit gelebte individuelle Mischung dieser und weiterer Faktoren. Maßnahmen, die sich auf eine oder wenige Ursachen konzentrierten, seien daher nicht Erfolg versprechend, hieß es aus der Krankenkasse. © hil/aerzteblatt.de

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