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Ausland

Neues Abtreibungsrecht in Spanien nimmt erste Hürde im Parlament

Mittwoch, 12. Februar 2014

Madrid – Die geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts in Spanien hat eine erste Hürde im Parlament genommen. Im Abgeordnetenhaus in Madrid stimmten gestern 183 Parlamentarier in geheimer Wahl gegen einen Antrag der oppositionellen Sozialisten, den Gesetzentwurf der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy „umgehend“ zurückzuziehen. 151 stimmten für den Rückzug der Gesetzesvorlage, sechs enthielten sich.

Über die Verschärfung des Abtreibungsrechts wird in Spanien derzeit heftig diskutiert. Erst am Wochenende waren in Madrid wieder Tausende Demonstranten gegen die Pläne auf die Straße gegangen. Rajoys Regierung hatte kurz vor Weihnachten einen Gesetzentwurf beschlossen, der einen Schwangerschaftsabbruch nur noch im Fall einer Vergewaltigung oder bei einer Gesundheitsgefährdung der werdenden Mutter erlaubt. Eine Fehlbildung des Fötus soll dagegen kein Abtreibungsgrund mehr sein.

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Der Entwurf muss noch durch das Parlament. Eine Annahme gilt als wahrscheinlich, da Rajoys konservative Volkspartei dort über eine absolute Mehrheit verfügt - obwohl es auch bei den Konservativen einige Kritiker gibt.  Oppositionschef Alfredo Pérez Rubalcaba von den Sozialisten kündigte an, solange Widerstand zu leisten, „bis der Gesetzentwurf zurückgezogen ist".

Die sozialistische Vorgängerregierung hatte 2010 ein Abtreibungsrecht eingeführt, das Schwangerschaftsabbrüche bis zur 14. Schwangerschaftswoche ermöglicht. Die Frist kann bis zur 22. Woche verlängert werden, wenn ein Risiko für die Gesundheit der Frau besteht oder es Hinweise auf schwere Behinderungen des ungeborenen Kindes gibt.

© afp/aerzteblatt.de

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